Meine Ziele · Stand: 3. September 2026

Mein Ziel bis 2030: 60 Monate finanzielle Reichweite

Finanzielle Reichweite heißt: Wie viele Monate könnte ich von meinem Vermögen leben, wenn ab morgen kein Euro mehr reinkommt? Hier siehst du live, wo ich stehe – ehrlich, mit echten Zahlen, bei jedem Update fortgeschrieben.

14,9 VON 60 MONATEN
015304560 Monate

36.730,83 € flüssiges Kapital ÷ 2.458,12 € Muss-Kosten pro Monat = 14,9 Monate

Jede Zahl hier kommt aus meinem eigenen Tracking und wird laufend fortgeschrieben – auch dann, wenn sie in die falsche Richtung geht.

Was ist finanzielle Reichweite – und warum messe ich sie?

Die meisten Finanzblogs feiern ihr Nettovermögen. Mir sagt diese Zahl wenig. Was mich wirklich interessiert: Wie lange bin ich frei, wenn morgen alle Einnahmen wegbrechen?

Genau das misst die finanzielle Reichweite. Ich teile mein Vermögen durch meine monatlichen Muss-Kosten – also das, was ich jeden Monat wirklich decken muss: Lebenshaltung, Versicherungen, laufende Verpflichtungen. Aktuell sind das 2.458,12 € pro Monat.

Wichtig dabei: Muss-Kosten sind nicht dasselbe wie meine Fixkosten. Tatsächlich gebe ich jeden Monat mehr aus – Reisen, Restaurantbesuche, spontane Ausflüge gehören zu meinem Leben dazu. Aber all das könnte ich im Ernstfall sofort streichen. Die Muss-Kosten sind nur das, was ich wirklich zahlen muss, egal was passiert. Deshalb rechne ich die Reichweite bewusst mit dieser Zahl: Sie zeigt, wie lange ich im Ernstfall wirklich durchhalten würde.

So sehen meine kompletten Fixkosten aktuell aus:

Lebenshaltungskosten1.500,00 €44,8 %
Verbindlichkeiten (Schulden-Rate)700,00 €20,9 %
Rücklagen (Sparen & Reisen)500,00 €14,9 %
Versicherungen362,25 €10,8 %
Investments (Immobilien-Rate)225,00 €6,7 %
Sonstiges (Abos & Konto)62,72 €1,9 %
Fixkosten gesamt3.346,11 €100 %
Davon Muss-Kosten2.458,12 €

Die Rücklagen sind Sparen, kein Zwang – die könnte ich jederzeit pausieren, genau wie das Ausgehen und die Reisen in der Lebenshaltung. Die Investment-Rate dagegen ist Pflicht: Das ist die Rate für meine Immobilienkredite. Was im Ernstfall wirklich bezahlt werden muss, sind unterm Strich die 2.458,12 € Muss-Kosten.

Darin steckt auch eine Rate von 700 € für alte Schulden aus meiner früheren Wohnung (Reststand: 2.153,49 €). Die ist der Grund, warum ich beim Investieren zwei Jahre pausieren musste – und sie ist gleichzeitig mein größter Hebel, dazu unten mehr.

Mein Ziel: 60 Monate Reichweite bis 2030. Fünf volle Jahre, in denen ich leben, arbeiten und reisen kann, ohne dass mir irgendjemand reinreden darf. Das ist für mich echte Freiheit – nicht eine abstrakte Zahl auf dem Konto.

Und die 60 Monate sind nur der Zwischenschritt. Das große Ziel dahinter: 20 Jahre Reichweite bis 2040 – was das in Monaten und Euro heißt, rechne ich dir weiter unten vor.

Mein Vermögen im Detail (ohne Immobilien)

Für die Reichweite zählt nur, was ich im Ernstfall auch wirklich anfassen könnte. Deshalb rechne ich mit dem flüssigen Kapital: 36.730,83 € – aufgeschlüsselt nach Anlageklassen, Stand 3. September 2026:

Aktien & ETF25.330,93 €69,0 %
Rücklagen6.195,47 €16,9 %
P2P-Kredite2.750,16 €7,5 %
Krypto2.454,27 €6,7 %
Flüssiges Kapital36.730,83 €100 %

Zwei Positionen zähle ich hier bewusst nicht mit, obwohl sie mir gehören:

  • DFK-Anleihe · 7.040 € – für mich ein Sparkonto, an das ich nicht rankomme. Das Geld ist fest verplant: Es geht in die Tilgung meiner Immobilienkredite, sobald eine Neuverhandlung ansteht. Für den Alltag steht es nicht zur Verfügung.
  • Edelmetalle · 3.216 € – vorhanden, aber nicht kurzfristig zum fairen Preis verkäuflich. In einer Notlage würde ich mich darauf nicht verlassen.

Zusammen sind das 10.256 €. Mit ihnen läge mein Vermögen ohne Immobilien bei 46.986,83 € und die Reichweite bei 19,1 Monaten. Ich rechne trotzdem mit der strengeren Zahl. Lieber unterschätze ich mich selbst, als dass ich mir eine Sicherheit vorrechne, die im Ernstfall nicht da ist.

Wichtig zur Einordnung: Nicht liquide heißt nicht wertlos. Beide Positionen zählen voll zu meinem Nettovermögen und damit zu meinem 300.000-€-Ziel weiter unten. Sie tragen nur nichts zur Reichweite bei – das sind zwei verschiedene Fragen: „Wie lange komme ich morgen ohne Einnahmen aus?" und „Wie viel habe ich insgesamt aufgebaut?"

Die Immobilien sind hier ebenfalls nicht enthalten – die stehen mit 188.000 € Wert 164.360,65 € Immobilienkrediten gegenüber und sind kein Notgroschen.

Der größte Block sind meine sechs ETFs – welche das sind und warum, zeige ich mit allen Zahlen in meinem Depot-Einblick. Die P2P-Position ist mein Notgroschen-Baustein bei Bondora Go & Grow.

Die DFK Anleihe verzinst sich mit 5 % – und dieses Geld ist fest verplant: In vier Jahren steht die Kredit-Neuverhandlung für meine Immobilien an, und dafür will ich Eigenkapital auf dem Tisch haben.

Und die Immobilien?

Ich besitze zwei Immobilien im Wert von rund 188.000 €. In die Reichweite zähle ich sie trotzdem nicht – aus zwei Gründen: Die Kredite laufen noch und der Cashflow ist aktuell negativ, sie kosten mich also jeden Monat Geld, statt welches zu bringen. Und kurzfristig zu Geld machen kann ich sie auch nicht.

Deshalb stehen sie hier nur der Vollständigkeit halber. Sobald die Kredite neu verhandelt sind und der Cashflow dreht, bekommen sie ihren Platz in dieser Rechnung – auch das wirst du dann im Update-Log lesen.

Wo mein Geld konkret liegt

Falls du dir einen ähnlichen Aufbau bauen willst: Das sind die Anbieter, bei denen mein Geld tatsächlich liegt – keine Empfehlungs-Liste aus dem Katalog, sondern meine echten Konten:

cocomdirectMein ETF-Depot – hier liegen alle sechs ETFsZum Anbieter *
RBRenault Bank direktMeine Rücklagen – Tagesgeld, täglich verfügbarZum Anbieter *
BBondora Go & GrowP2P mit ~6 % – mein Notgroschen-BausteinZum Anbieter *
MMintosP2P-Kredite – kleinere PositionZum Anbieter *
PPeerBerryP2P-Kredite – kleinere PositionZum Anbieter *

Die Kreisfarben entsprechen den Anlageklassen aus der Grafik oben. Das Depot läuft seit Jahren bei comdirect – ich hatte nie einen Grund zu wechseln. Die Rücklagen liegen getrennt vom Girokonto auf dem Tagesgeldkonto: Im Alltag komme ich nicht dran, im Notfall sofort.

Bei P2P ist Bondora der mit Abstand größte Teil – 2025 mit 2.500 € gestartet, seitdem läuft es einfach mit. Mintos und PeerBerry sind Reste aus meiner aktiveren P2P-Zeit. Neues Geld fließt vor allem in die ETFs – P2P bleibt eine bewusst kleine Beimischung.

Meine drei Ziele – und wo ich gerade stehe

Die Reichweite ist meine wichtigste Kennzahl, aber nicht mein einziges Ziel. In meiner Tabelle stehen drei, jedes mit einem Datum dahinter. Ohne Datum ist es kein Ziel, sondern ein Wunsch.

Konsumschulden alte Wohnung tilgenbis Dezember 2026

11.600,00 € von 13.753,49 € · noch 2.153,49 € offen

84,3 % geschafft
Rücklagen auf 10.000 €bis Juni 2027

6.195,47 € von 10.000,00 € · noch 3.804,53 € offen

62,0 % geschafft
Nettovermögen 300.000 €bis Dezember 2030

68.472,69 € von 300.000,00 € · noch 231.527,31 € offen

22,8 % geschafft

Was zahlt worauf ein? Für die Reichweite oben zählt nur flüssiges Kapital – ETFs, Rücklagen, P2P und Krypto. Für das Nettovermögen zählt alles, was mir gehört, minus aller Schulden: also auch DFK-Anleihe, Edelmetalle und die beiden Immobilien. Deshalb stehen dort 68.472,69 €, obwohl mein flüssiges Kapital nur 36.730,83 € beträgt. Die Immobilien haben 188.000 € Wert, aber noch 164.360 € Kredite – unterm Strich bleibt davon wenig übrig. Genau deshalb rechne ich beides getrennt.

Die zwei Hebel zu 60 Monaten

Hebel 1: Vermögen aufbauen. Ende 2026 starte ich wieder richtig mit dem Investieren – mit monatlicher Sparrate in meine ETFs. Bei meinen heutigen Muss-Kosten bräuchte ich für 60 Monate rund 147.000 €. Das ist ambitioniert, und genau deshalb steht es hier öffentlich.

Hebel 2: Muss-Kosten senken. Von ursprünglich 13.753,49 € Konsumschulden aus meiner alten Wohnung sind noch 2.153,49 € offen – bei 700 € Rate pro Monat bin ich im Dezember 2026 durch. Dann fallen die 700 € aus den Muss-Kosten weg, sie sinken auf rund 1.760 € – und die Reichweite springt rechnerisch von 14,9 auf etwa 20,9 Monate, ohne dass ich einen einzigen Euro mehr auf der Seite habe. Schuldenfreiheit ist damit mein wichtigstes Zwischenziel.

Schulden-Abbau · alte Wohnung
2.153,49 € RESTSCHULD
Ursprüngliche Schuld: 13.753,49 €Ziel: 0 €

11.600 € getilgt · 700-€-Rate pro Monat · Ziel: bis Dezember 2026 schuldenfrei

Dieser Balken läuft dem Reichweiten-Balken oben entgegen: Er soll schrumpfen, während der andere wächst. Beide bekommen bei jedem Update neue Zahlen.

Beide Hebel zusammen heißt: Jeder getilgte Euro und jeder investierte Euro schieben denselben Zähler. Wie ich langfristig daraus laufendes Einkommen machen will, liest du in meinem Plan vom Leben von Dividenden.

Das große Ziel: 20 Jahre Reichweite bis 2040

Rechnen wir es aus: 20 Jahre sind 240 Monate. Bei meinen heutigen Muss-Kosten von 2.458,12 € bräuchte ich dafür rund 590.000 €. Ohne die 700-€-Schulden-Rate – und schuldenfrei bin ich bis dahin lange – reichen etwa 422.000 €.

Klingt nach einer absurden Zahl, wenn man bei 14,9 Monaten steht? Ja. Aber zwischen heute und 2040 liegen 14 Jahre – und über so einen Zeitraum arbeitet der Zinseszins spürbar mit. Das ist keine Garantie, sondern ein Ziel. Ob es aufgeht, siehst du hier – Monat für Monat, Balken für Balken.

Warum ich das öffentlich mache

Weil öffentliche Ziele anders wirken als private. Wenn du weißt, dass Leser diese Seite aufrufen und nachschauen, ob der Balken sich bewegt hat, überlegst du dir zweimal, ob du die Sparrate ausfallen lässt.

Und weil ich auf diesem Blog nur über Dinge schreibe, die ich selbst mache. Dazu gehört auch, dass du hier echte Zahlen siehst – auch dann, wenn ein Update mal nach unten geht. Börsenjahre wie 2022 kommen wieder, und dann wird dieser Balken eben kürzer. Auch das werde ich dokumentieren.

Update-Log

Jede Änderung an dieser Seite landet hier – mit Datum und den nackten Zahlen:

  • 3. September 202614,9 Monate (−4,8). Außerdem stehen jetzt meine drei echten Ziele aus der Tabelle auf dieser Seite. Das ist kein Verlust, sondern eine ehrlichere Rechnung. Bisher habe ich mein komplettes Vermögen ohne Immobilien durch die Muss-Kosten geteilt. Beim Abgleich mit meinem Tracking ist mir aufgefallen: Zwei Positionen gehören da nicht rein. Die DFK-Anleihe (7.040 €) ist gebunden, Edelmetalle (3.216 €) bekomme ich nicht kurzfristig zum fairen Preis los. Ab jetzt rechne ich nur noch mit flüssigem Kapital: 36.730,83 €. Gleichzeitig sind meine Muss-Kosten auf 2.458,12 € gestiegen – vor allem durch die Krankenversicherung. Unterm Strich: 14,9 statt 19,7 Monate. Die Zahl ist kleiner. Sie stimmt dafür.
  • 30. August 202619,7 Monate (+0,2). Diesmal kommt der Sprung komplett aus dem Depot: Mein ETF-Depot steht am 28. August bei 25.707,21 € – rund 376 € mehr als beim letzten Update, bei +37,99 % Gesamtrendite. Alle anderen Töpfe sind unverändert, die nächste 700-€-Rate geht Anfang September raus. Vermögen ohne Immobilien: 47.363,11 €. Restschuld: 2.153,49 €. Alle sechs Positionen im Detail stehen in meinem Depot-Einblick.
  • 11. August 202619,5 Monate (+0,1). Wieder eine 700-€-Rate getilgt – die Schulden schrumpfen planmäßig weiter. Das ETF-Depot hat sich um rund 100 € erholt, die Rücklagen sind um 200 € gewachsen. Vermögen ohne Immobilien: 46.986,83 €. Restschuld: 2.853,49 €.
  • Juli 202619,4 Monate (+0,1). Eine weitere 700-€-Rate ist raus. Dazu ein kleines Plus im ETF-Depot (~100 €) und 200 € mehr in den Rücklagen. Vermögen: 46.686,83 €. Restschuld: 3.553,49 €. Langsam, aber die Richtung stimmt.
  • Juni 2026Startpunkt: 19,3 Monate. Beginn der öffentlichen Dokumentation – mit 46.386,83 € Vermögen ohne Immobilien und 2.403,98 € Muss-Kosten pro Monat. Die Schulden aus meiner alten Wohnung sind hier noch 1.400 € höher als heute, die 700-€-Rate läuft Monat für Monat. Restschuld: 4.253,49 €.

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