Das Wichtigste in Kürze
- RevPoints von Revolut lassen sich 1:1 in Flugmeilen umwandeln – bei mir in Avios beim Qatar Airways Privilege Club (nicht zu Miles & More).
- Sammelrate mit Premium: 1 RevPoint pro 4 Euro Umsatz. Für einen Kurzstreckenflug (ca. 10.000–15.000 Avios) brauchst du grob 40.000–60.000 Euro Umsatz – allein also langsam.
- Mein Trick: Revolut von der Miles-&-More-Kreditkarte aufladen – Meilen für die Aufladung plus RevPoints fürs Ausgeben (kann aber eingeschränkt werden).
- Premium (aktuell 8,99 €/Monat) lohnt sich für mich wegen 400 € gebührenfrei abheben und wegfallendem Wochenend-Aufschlag (sonst ~1 %) – die Punkte sind der Bonus.
- Stärkste Wirkung im Zusammenspiel mit American Express Membership Rewards als zweiter Punktequelle.
Kaum jemand weiß es: Die RevPoints von Revolut, die du beim ganz normalen Bezahlen sammelst, sind im Grunde Flugmeilen in Verkleidung. Du kannst sie nämlich 1:1 in Flugmeilen umwandeln – bei mir zum Beispiel in Avios beim Qatar Airways Privilege Club. Das ist genau dasselbe Prinzip wie bei meinen PAYBACK-Punkten: sammeln, in Meilen wandeln, günstig fliegen. Nur läuft es hier über Revolut und ein anderes Airline-Programm. Wie das Ganze mit PAYBACK funktioniert, habe ich in Mit PAYBACK-Punkten in der Business Class fliegen aufgeschrieben – hier geht es um den Revolut-Weg.
Was RevPoints sind – und warum sie eigentlich Flugmeilen sind
RevPoints ist das Bonusprogramm von Revolut. Du sammelst Punkte beim Bezahlen mit der Karte und kannst sie später einlösen – am spannendsten ist die Übertragung zu Airline-Programmen. Wichtig zu wissen: Zu Miles & More geht es nicht, dafür aber zu einer wachsenden Liste anderer Programme – unter anderem Qatar Privilege Club (Avios), Flying Blue (Air France/KLM), British Airways, Iberia, Finnair, Turkish Miles&Smiles und weiteren. Für Qatar gilt: 1 RevPoint = 1 Avios.
Genau deshalb sammle ich sie: Ich baue mir damit – zusammen mit anderen Punkten – ein Guthaben auf, um irgendwann mit Qatar günstig zu fliegen.
Wie ich RevPoints sammle
Ganz einfach: übers Bezahlen. Ich lege fast alles auf die Revolut – Airbnb, Flüge, Hotels, den Alltag. Mit meinem Premium-Tarif bekomme ich aktuell 1 RevPoint pro 4 Euro Umsatz. Im kostenlosen Standard-Tarif ist es dagegen nur 1 Punkt pro 10 Euro – Premium sammelt also mehr als doppelt so schnell. Klingt beides erstmal wenig, summiert sich aber, wenn wirklich alles über eine Karte läuft.
Mein Trick: doppelt Punkte durchs Aufladen
Jetzt kommt der Teil, der es richtig interessant macht. Ich lade meine Revolut von meiner Miles-&-More-Kreditkarte* auf. Dadurch bekomme ich für die Aufladung Miles-&-More-Meilen – und wenn ich das Geld dann über Revolut für Flüge, Airbnb oder Hotels ausgebe, sammle ich obendrauf noch RevPoints. Also zwei Punktequellen für denselben Euro.
Ehrlich dazu: Ob Kreditkarten-Aufladungen als normaler Umsatz zählen (und damit Meilen bringen) oder irgendwann als Bargeldabhebung gewertet und eingeschränkt werden, hängt von der Karte ab und kann sich jederzeit ändern. Bei der DKB gab es die Miles-&-More-Meilen früher auch – das wurde später eingeschränkt. Nutze so einen Trick also, solange er läuft, aber verlass dich nicht dauerhaft darauf.
Warum ich auf Premium hochgegangen bin
Ich hatte zuerst den kostenlosen Standard-Tarif. Hochgegangen bin ich auf Premium vor allem aus zwei Gründen, die mit dem Reisen zu tun haben: Ich kann damit bis 400 Euro pro Monat gebührenfrei am Automaten abheben (warum das im Ausland so wichtig ist, steht in Geld im Ausland abheben ohne Gebühren), und der Wochenend-Aufschlag auf den Wechselkurs entfällt. Am Wochenende schlägt Revolut sonst rund 1 % auf den Kurs auf (bei exotischen Währungen mehr), weil die Devisenmärkte geschlossen sind.
Premium kostet mich aktuell 8,99 Euro im Monat. Für mich rechnet sich das locker: Vorher hatte ich durch Abhebungen und Wochenend-Aufschläge mehr an Gebühren – jetzt fallen die weg, und die RevPoints sind der Bonus obendrauf. Wer dagegen kaum abhebt und selten am Wochenende tauscht, für den lohnt Premium nur wegen der Punkte eher nicht.
Ehrliche Rechnung: Wie viel musst du ausgeben?
Sei dir über eins im Klaren: Die Sammelrate ist niedrig. Rechnen wir es durch. Mit Premium bekommst du 1 RevPoint pro 4 Euro, und 1 RevPoint ist 1 Avios wert:
| Kartenumsatz | RevPoints (Premium) | = Avios |
|---|---|---|
| 1.000 € | 250 | 250 |
| 10.000 € | 2.500 | 2.500 |
| 60.000 € | 15.000 | 15.000 |
Ein einfacher Kurzstreckenflug kostet je nach Strecke grob 10.000–15.000 Avios. Über RevPoints allein bräuchtest du dafür also rund 40.000–60.000 Euro Kartenumsatz. Deshalb ist RevPoints für mich kein Sprint, sondern ein Baustein – der erst im Zusammenspiel mit anderen Quellen richtig stark wird. Ich habe bisher auch schon transferiert, aber für einen komplett kostenlosen Flug allein aus RevPoints hat es noch nicht gereicht.
Membership Rewards als zweite Quelle
Genau hier kommt meine zweite Quelle ins Spiel: American Express Membership Rewards. Das ist das eigene Punkteprogramm von American Express – mit den passenden Amex-Karten sammelst du bei jedem Euro Umsatz MR-Punkte. Gerade übers Business kommt da über das Jahr einiges zusammen. Und auch diese Punkte lassen sich zu Airline-Programmen übertragen. So habe ich zwei Töpfe, die auf dasselbe Ziel einzahlen: mit Qatar günstig fliegen. RevPoints allein wären zu langsam – in Kombination mit Membership Rewards baut sich das Meilenkonto aber ordentlich auf.
Für wen sich RevPoints lohnen – und für wen nicht
Lohnt sich, wenn du ohnehin fast alles mit Revolut zahlst, Premium hast (weil du viel abhebst oder am Wochenende tauschst) und die Punkte als netten Nebeneffekt mitnimmst. Lohnt sich eher nicht, wenn du nur wegen der Punkte Premium bezahlen willst – dafür ist die Sammelrate zu niedrig. Als reines Meilen-Programm ist RevPoints schwächer als das PAYBACK-Miles-&-More-Spiel; als Zusatzquelle neben deinen anderen Punkten ist es aber ein feiner Baustein.
Fazit
RevPoints sind Flugmeilen in Verkleidung: 1:1 zu Qatar Avios, gesammelt beim ganz normalen Bezahlen. Für sich genommen ist die Rate niedrig – aber wenn du wie ich fast alles über Revolut laufen lässt, Premium sinnvoll nutzt und die Punkte mit Membership Rewards kombinierst, entsteht daraus über die Zeit ein echtes Meilenpolster für günstige Flüge.
Revolut
Meine Alltagskarte – zum echten Wechselkurs, mit RevPoints bei jedem Umsatz. Mit Premium fallen für mich die Wochenend-Aufschläge weg und ich hebe bis 400 €/Monat gebührenfrei ab.
Kostenlos holen *Dominik Kienzle
Dominik ist Freigeist und Macher. Als SEO-Freelancer verdient er sich seine Smoothies und lebt, wo andere Urlaub machen. Auf seinem Blog zeigt er, wie du neben dem Job als Freelancer startest und langfristig als digitaler Nomade von den schönsten Orten der Welt arbeitest. Lass dich von seiner Freiheit inspirieren.