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Meilen & Punkte

Meilen sammeln: der komplette Guide für Einsteiger

Vergiss 50 Flüge im Jahr: Meilen entstehen heute beim Einkaufen. Ich zeige dir die zwei Welten, in denen sich alles abspielt – und wie ich sie so fülle, dass am Ende ein Business-Class-Ticket herauskommt.

Dominik KienzleVeröffentlicht am Aktualisiert am 13 Min. Lesezeit
P€RKI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt nicht 50 Programme, sondern zwei große Welten: Miles & More (mit PAYBACK als Zubringer) und die Avios-Welt (mit Amex Membership Rewards und Revolut RevPoints)
  • Meilen entstehen heute am Boden – beim Einkaufen und Bezahlen, nicht beim Fliegen
  • 1 PAYBACK-Punkt = 1 Miles-&-More-Meile – der wichtigste Umrechnungskurs Deutschlands
  • Mein Beleg, dass es funktioniert: Business Class für 164 $ statt über 4.000 €
  • Die Königsdisziplin beim Einlösen: Business Class auf der Langstrecke
  • Wichtig für 2026: REWE ist seit Ende 2024 raus bei PAYBACK, ALDI war nie dabei – und bei Condor sammelst du keine Miles-&-More-Meilen mehr
Dominik Kienzle
SEO-Freelancer seit 2021 · seit 2023 ortsunabhängig · echte Zahlen statt Laptop-Romantik

Die Kurz-Antwort

Meilen sammeln funktioniert 2026 vor allem am Boden: Du sammelst Punkte beim ganz normalen Einkaufen und Bezahlen und wandelst sie in Flugmeilen um. Dafür musst du nur wissen, in welcher der zwei großen Meilen-Welten du unterwegs bist – alles andere ergibt sich daraus.

Dass das keine Theorie ist, habe ich selbst bewiesen: Mit PAYBACK-Punkten aus Alltagseinkäufen bin ich Business Class für 164 $ geflogen – regulärer Preis: über 4.000 €.

Und lohnt sich das 2026 überhaupt noch? Ja – aber nur, wenn du es richtig machst. Die Programme haben Prämien in den letzten Jahren teurer gemacht und entwerten Meilen schleichend. Genau deshalb gelten zwei Regeln: Sammle nur nebenbei im Alltag – ohne Umwege, ohne Meilen zu kaufen – und löse gezielt hochwertig ein. Unter diesen Bedingungen ist der Gegenwert nach wie vor unschlagbar; mit keiner anderen legalen Methode machst du aus Supermarkt-Einkäufen ein 4.000-€-Ticket.

Die zwei großen Meilen-Welten

Der größte Anfängerfehler ist, wild überall zu sammeln. Dann hast du nach einem Jahr fünf Punktetöpfe, von denen keiner für einen Flug reicht. Die Lösung: Verstehe, dass sich in Deutschland fast alles in zwei Ökosystemen abspielt – und entscheide dich bewusst, welches du fütterst.

Welt 1

Miles & More

Die Lufthansa-Welt – der Standard in Deutschland
So füllst du sie
  • PAYBACK-Punkte beim Einkaufen (1:1 in Meilen)
  • PAYBACK American Express für jeden Umsatz
  • Miles & More Kreditkarte
  • Flüge mit Lufthansa, SWISS & Star Alliance
Landet bei: Miles & MoreGeflogen wird mit Lufthansa-Gruppe & Star Alliance
Welt 2

Membership Rewards & Avios

Die flexible Punkte-Welt rund um Amex
So füllst du sie
  • Amex Membership Rewards (Gold, Platinum, Business) beim Bezahlen
  • Revolut RevPoints – 1:1 zu Qatar Avios
  • Avios über Partner wie Airbnb-Buchungen
  • Flüge mit British Airways, Qatar & oneworld
Landet bei: Avios (Qatar, British Airways) u. a.Geflogen wird mit oneworld-Airlines

Ich selbst sammle in beiden Welten parallel: in Welt 1 über PAYBACK und die PAYBACK Amex, in Welt 2 über Revolut – und über meine Business-Ausgaben mit der Amex Gold Business, die Membership Rewards sammelt. Genau das ist auch meine Empfehlung: Die beiden Welten konkurrieren nicht, sie ergänzen sich. Wie beide im Detail funktionieren, kommt jetzt.

Welt 1: Miles & More – mit PAYBACK als Turbo

Miles & More ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa-Gruppe und das mit Abstand wichtigste in Deutschland. Der Clou, den viele nicht kennen: Du musst dafür nicht fliegen. PAYBACK-Punkte lassen sich 1:1 in Miles-&-More-Meilen umwandeln – der Wocheneinkauf bei EDEKA, die Drogerie bei dm, das Tanken bei ARAL, das Online-Shopping über die PAYBACK-Partner: alles wird zu Flugmeilen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in meinem Guide PAYBACK-Punkte in Meilen umwandeln.

Wer lieber Bargeld als Meilen will, findet den anderen Weg in PAYBACK Punkte auszahlen lassen – dort steht auch, wie viel Gegenwert du dabei liegen lässt.

Beschleunigt wird das Ganze mit zwei Karten. Die wichtigste: die dauerhaft kostenlose PAYBACK Amex, die aus jedem Kartenumsatz Punkte macht – mein ausführlicher Test zeigt, wie ich sie einsetze.

PAYBACK American ExpressDauerhaft 0 € · sammelt Punkte, die 1:1 zu Meilen werden
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Die zweite Karte ist optional, aber bei mir im Einsatz: Die Miles & More Gold Credit Card sammelt eine Meile je 2 € Umsatz – und schützt vor allem deine Meilen vor dem Verfall. Für Einsteiger erkläre ich das ganze System in Miles & More für Anfänger.

Miles & More Gold Credit Card1 Meile je 2 € · schützt Meilen vor dem Verfall
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Profi-Tipp für Welt 1: Warte mit dem Umwandeln auf einen PAYBACK-Transfer-Bonus – dann gibt es regelmäßig bis zu 20 % Extra-Meilen auf einen Schlag.

Welche PAYBACK-Partner 2026 noch Punkte zahlen, hat sich verschoben – REWE ist Ende 2024 ausgestiegen, ALDI war nie dabei. Die aktuelle Partnerliste und die wichtigste Regel dazu („ändere nie, was du kaufst – nur, wie du bezahlst") stehen in meiner Anleitung zum Umwandeln.

Drei Quellen lassen die meisten liegen: die Mehrfach-Punkte-Coupons in der PAYBACK-App, das Miles-&-More-Online-Shopping-Portal und die Hotel- und Mietwagen-Partner. Einzeln unspektakulär, zusammen ein spürbarer Unterschied – ohne dass du dein Verhalten änderst. Welche Partner 2026 wirklich Punkte zahlen und wo du leer ausgehst, steht in der Umwandel-Anleitung.

Welt 2: Membership Rewards & die Avios-Familie

Die zweite Welt dreht sich um flexible Punkte-Währungen, die du erst beim Einlösen einem Flugprogramm zuordnest. Das Zentrum bilden die Amex Membership Rewards (bei Amex Gold, Platinum und den Business-Karten): Du sammelst neutrale Punkte und transferierst sie später zu Partnern wie British Airways oder Qatar Airways – beide rechnen in Avios ab, der Punktewährung der oneworld-Allianz. Ich sammle Membership Rewards über meine Amex Business Gold: Meine kompletten Business-Ausgaben laufen darüber und werden ganz nebenbei zu Punkten.

Der unterschätzte Neuzugang in dieser Welt: Revolut RevPoints. Bei jedem Bezahlen mit Revolut sammelst du Punkte, die sich 1:1 in Qatar Avios umwandeln lassen – für mich als Vielnutzer läuft hier nebenbei ein zweites Meilenkonto voll. Wie das genau funktioniert, steht in meinem Guide RevPoints sammeln.

RevolutRevPoints bei jedem Bezahlen · 1:1 zu Qatar Avios
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Und Avios sammelst du auch ganz ohne Karte: Über das British-Airways-Partnerprogramm bringen zum Beispiel Airbnb-Buchungen 2 Avios pro Euro – für Vielreisende einer der größten übersehenen Hebel.

Welche Kreditkarte zum Meilen sammeln?

Das ist die Frage, die im Meilen-Thema am häufigsten gestellt wird – und die meistens falsch beantwortet wird. Es gibt nämlich nicht die eine beste Karte. Es gibt Karten für Welt 1, Karten für Welt 2 und Karten, die gar keine Meilen sammeln, aber trotzdem in dein Portemonnaie gehören. Hier sind die fünf, die ich selbst nutze oder getestet habe:

KarteSammelrateKosten/JahrMein Urteil
PAYBACK Amex1 Punkt je 3 €0 €Welt 1. Die Einsteigerkarte: kostet nichts, sammelt überall, Punkte 1:1 zu Meilen
Miles & More Gold1 Meile je 2 €138 €Welt 1. Doppelte Rate – der eigentliche Wert ist der Verfallsschutz
Amex Business Gold1–1,5 Punkte je 1 €1. Jahr 0 €, dann 175 €Welt 2. Beste Rate, aber nur für Selbstständige – meine 130.000 Punkte kamen von hier
RevolutRevPoints beim Bezahlen0 €Welt 2. 1:1 zu Qatar Avios – läuft im Ausland ohnehin, sammelt also nebenbei
Advanzia Goldkeine Meilen0 €Sammelt nichts, gehört trotzdem rein: echter Kreditrahmen für Kaution und Mietwagen

Die Kurzfassung, wenn du dich nicht entscheiden kannst: Nimm die PAYBACK Amex. Sie kostet nichts, du kannst nichts falsch machen, und sie füttert das Programm, in dem du in Deutschland am realistischsten einen Prämienflug bekommst. Alles andere kommt später.

Zwei Dinge, die dir Vergleichsportale ungern sagen. Erstens: Beide Amex-Karten kosten außerhalb der Eurozone Fremdwährungsgebühr. Ich nutze sie deshalb konsequent nur für Euro-Umsätze und zahle im Ausland mit Revolut oder Wise – sonst frisst die Gebühr den Meilenwert direkt wieder auf. Zweitens: Eine Jahresgebühr rechnet sich erst ab einer bestimmten Umsatzhöhe. Bei 500 € Kartenumsatz im Monat sammelst du mit der Miles-&-More-Gold rund 3.000 Meilen im Jahr – für 138 € Gebühr. Das ist ein schlechter Deal, wenn du die Karte nur zum Sammeln nimmst. Sie lohnt sich über den Verfallsschutz, nicht über die Sammelrate. Welche Karte für welchen Reisetyp am besten passt, habe ich im Reisekreditkarten-Vergleich und speziell für Langzeitreisende in meinem 3er-Setup für digitale Nomaden aufgeschrieben.

Die Programme im Überblick

Damit du die Namen einordnen kannst, wenn sie dir begegnen – die wichtigsten Vielfliegerprogramme und wo sie hingehören:

ProgrammAirlines dahinterFür wen interessant
Miles & MoreLufthansa, SWISS, Austrian + Star AllianceDer Standard für Deutschland – und 1:1-Partner von PAYBACK
The British Airways Club (Avios)British Airways + oneworldAvios-Sammler, z. B. über Airbnb-Buchungen
Privilege Club (Avios)Qatar Airways + oneworldZiel meiner RevPoints – Top-Business-Class nach Asien & Afrika
Flying BlueAir France / KLM + SkyTeamGute Promo-Angebote, sinnvoll ab Frankreich/Benelux
Emirates SkywardsEmiratesNur fürs Emirates-Netz – kein Allianz-Programm
Miles&SmilesTurkish Airlines + Star AlliancePreiswerte Award-Tabellen, aber sperrige Buchung

Für 95 % der Leser in Deutschland gilt: Miles & More als Basis, Avios als Ergänzung. Alles andere lohnt sich erst, wenn du ein konkretes Einlöse-Ziel hast.

Meilen sammeln bei welcher Airline? Die Zuordnung

Du hast einen Flug gebucht und fragst dich, wo die Meilen landen – oder ob überhaupt welche landen. Das ist die Tabelle, die ich mir selbst gewünscht hätte, als ich angefangen habe. Stand September 2026:

AirlineMeilen gehen anAllianzZu beachten
Lufthansa, SWISS, Austrian, BrusselsMiles & MoreStar AllianceDer Standardfall in Deutschland
EurowingsMiles & More–Meilennummer beim Buchen angeben, sonst landen sie im Boomerang Club
Turkish AirlinesMiles&SmilesStar AllianceZählt auch auf dein Miles-&-More-Konto, wenn du es angibst
Singapore AirlinesKrisFlyerStar AllianceMiles-&-More-Nummer möglich
British AirwaysThe British Airways Club (Avios)oneworldWelt 2 – gleiche Währung wie Qatar
Qatar AirwaysPrivilege Club (Avios)oneworldZiel meiner Revolut-RevPoints
Air France, KLMFlying BlueSkyTeamEigene Welt – nicht mit Miles & More kombinierbar
EmiratesEmirates SkywardskeineInsellösung, sammelt nur für sich selbst
EtihadEtihad GuestkeineWie Emirates: eigenes Universum
Condorkein Miles & More mehrkeineSiehe Absatz unten – hier hat sich 2026 einiges geändert

Der Sonderfall Condor ist der Punkt, an dem die meisten Meilen-Artikel im Netz veraltet sind: Die Miles-&-More-Partnerschaft ist Geschichte, seit Condor nicht mehr zur Lufthansa-Gruppe gehört. Ein eigenes Vielfliegerprogramm hat die Airline bis heute nicht. Meilen sammelst du auf Condor-Flügen aktuell nur über Partnerprogramme – Atmos Rewards von Alaska Airlines, TrueBlue von jetBlue, und Emirates Skywards, das aber nur noch bis Ende April 2026 läuft. Für den durchschnittlichen deutschen Sammler heißt das im Klartext: Bei Condor sammelst du praktisch nichts Verwertbares. Buch den Flug, wenn der Preis stimmt – aber rechne nicht mit Meilen.

Der Grundsatz dahinter: Sammle Flugmeilen immer in dem Programm, in dem du auch einlösen willst – nicht in dem der Airline, mit der du gerade fliegst. Fliegst du Turkish, gibst du trotzdem deine Miles-&-More-Nummer an. Sonst hast du am Ende fünf halbvolle Konten und kein einziges Ticket.

Einlösen: Was deine Meilen wirklich wert sind

Sammeln ist die halbe Miete – der Wert deiner Meilen entscheidet sich beim Einlösen. Die Spanne ist riesig: Dieselbe Meile kann 0,3 Cent wert sein (Prämienshop) oder über 5 Cent (Business Class Langstrecke).

Weil danach am häufigsten gefragt wird – was sind 10.000 Meilen in Euro wert? Die ehrliche Antwort: Das hängt komplett davon ab, wofür du sie ausgibst. Genau deshalb ist diese Frage auch die falsche. Rechne stattdessen so:

Wofür du einlöstWert je Meile10.000 Meilen50.000 Meilen
Prämienshop, Sachprämien~0,3 Centrund 30 €rund 150 €
Kurzstrecke Economy~1 Centrund 100 €rund 500 €
Langstrecke Economy~1,5–2 Cent150–200 €750–1.000 €
Langstrecke Business Class3–5 Cent und mehr300–500 €1.500–2.500 €

Dieselben 50.000 Meilen sind also entweder 150 € oder 2.500 € wert – Faktor 16, allein durch die Entscheidung beim Einlösen. Deshalb ist Einlösen die eigentliche Disziplin, nicht Sammeln. Bei meinem eigenen Flug lag der Gegenwert noch deutlich höher, weil ich einen Termin erwischt habe, an dem der Barpreis absurd hoch war.

Die Reihenfolge ist damit klar: Business Class auf der Langstrecke schlägt alles andere deutlich, Economy Langstrecke ist solide, Upgrades sind Geschmackssache – und Sachprämien aus dem Prämienshop sind fast immer der schlechteste Deal. Was das konkret heißt, rechne ich an meinem eigenen Flug vor: 37.500 Punkte statt 4.000 €.

Wie sich die Königsdisziplin anfühlt, habe ich in meinem Business-Class-Erfahrungsbericht dokumentiert – inklusive der Momente, in denen ich grinsend an der Economy vorbeigelaufen bin. Und wie du überhaupt an die begehrten Prämienflüge kommst, zeigt mein Guide zum Prämienflug buchen.

Dominik Kienzle an seinem Business-Class-Sitz auf dem Meilen-Flug
Kein Stockfoto: ich an meinem Business-Class-Sitz – der Flug bezahlt mit PAYBACK-Punkten.

Mein Merksatz fürs Einlösen: Rechne vor jeder Buchung den Centwert aus – Ticketpreis in Euro geteilt durch benötigte Meilen. Über 2 Cent pro Meile: zuschlagen. Unter 1 Cent: Finger weg, das Angebot verbrennt deine Meilen.

Rechenbeispiel: So schnell wächst dein Meilenkonto

Damit du ein Gefühl für die Größenordnung bekommst, eine Beispielrechnung mit bewusst vorsichtigen Annahmen – ganz ohne einen einzigen Flug. Deine eigenen Zahlen kannst du direkt im Meilen-Rechner durchspielen:

Wer die Neben-Quellen dazunimmt, höhere Kartenumsätze hat oder die Coupon-Wochen konsequent mitnimmt, liegt deutlich darüber. So sind auch meine Meilen für den Business-Class-Flug entstanden – nicht durch einen Trick, sondern durch drei Jahre Alltag mit System.

Meilen vor dem Verfall schützen

Der bitterste Moment im Meilen-Leben: Punkte verfallen, bevor du sie einlöst. Bei Miles & More passiert das nach 36 Monaten zum Quartalsende – außer du hast einen Verfallsschutz, etwa über die Miles-&-More-Kreditkarte. Alle Wege, deine Meilen am Leben zu halten, stehen in meinem Artikel zum Meilen-Verfall.

Deine Start-Setups: von 0 € bis Vollausbau

Damit du nicht rätseln musst, womit du anfängst – hier sind drei Setups, gestaffelt nach Kosten und Tempo. Alle Produkte daraus habe ich oben verlinkt:

SetupKosten/JahrDas steckt drinFür wen
0-€-Start0 €PAYBACK-Konto + PAYBACK Amex + RevolutEinsteiger – sammelt in beiden Welten, ohne einen Cent Fixkosten
Schutz-Setup138 €0-€-Start + Miles & More GoldWer ernsthaft sammelt: doppelte Sammelrate auf Umsätze + Meilen verfallen nie
Vollausbauab ~140 €Schutz-Setup + Amex mit Membership RewardsFortgeschrittene, die flexibel zwischen Programmen transferieren wollen

Mein Rat: Starte mit dem 0-€-Setup und sammle drei Monate. Wenn dir das Spiel liegt – und das merkst du schnell –, rüstest du auf. Genau so bin ich es auch angegangen.

Fazit: Mein Setup in einem Absatz

Ich sammle in Welt 1 mit PAYBACK und der PAYBACK Amex alles, was im Alltag anfällt, wandle bei Transfer-Boni gesammelt in Miles & More um und schütze die Meilen mit der M&M-Karte vor dem Verfall. Welt 2 füllen nebenbei Revolut und meine Amex Gold Business, über die alle Business-Ausgaben als Membership Rewards landen. Ergebnis: alle paar Jahre ein Business-Class-Flug, der sich anfühlt wie geschenkt.

Du willst starten? Dann fang mit der Karten-Grundausstattung an – welche Karten zu welchem Reisetyp passen, steht in meinem Reisekreditkarten-Vergleich.

Dominik Kienzle

Dominik Kienzle

Gründer von Freiheitsrebell · SEO-Freelancer & digitaler Nomade

Ich bin Dominik. Seit 2021 selbstständiger SEO-Freelancer, seit 2023 aus Deutschland abgemeldet. Hier zeige ich, wie du dich mit einem bezahlbaren Skill, eigenem Einkommen und Selbstverantwortung Schritt für Schritt aus Abhängigkeit löst – und dokumentiere offen, wie weit ich selbst bin.

Häufige Fragen

Wann verfallen Miles & More Meilen?

Prämienmeilen bei Miles & More verfallen nach 36 Monaten, wenn dein Konto in dieser Zeit keine Bewegung hatte. Der Zähler startet neu, sobald du Meilen sammelst oder einlöst – und das reicht schon im Kleinen: ein PAYBACK-Transfer, ein Einkauf über den Miles-&-More-Shop oder eine kleine Einlösung. Status- und Qualifizierungsmeilen folgen eigenen Regeln und sind davon nicht betroffen. Wie ich meine Meilen aktiv halte, steht weiter oben im Abschnitt zum Meilenverfall.

Lohnt sich Meilen sammeln 2026 überhaupt noch?

Ja – wenn du im Alltag nebenbei sammelst (PAYBACK, Kreditkarten) und gezielt hochwertig einlöst, vor allem Business Class auf der Langstrecke. Die Programme entwerten Meilen zwar schleichend, aber mein eigener Flug für 164 $ statt über 4.000 € zeigt: Der Gegenwert ist weiterhin unschlagbar. Nicht mehr lohnenswert sind Umwege wie Meilen kaufen oder Prämienshop-Einlösungen.

Was ist eine Meile in Euro wert?

Das hängt vom Einsatz ab: Bei Sachprämien oft unter einem halben Cent, bei Economy-Flügen grob ein bis zwei Cent, bei Business-Class-Langstrecke deutlich mehr. Mein Flug Daressalam–München brachte über 4.000 Euro Gegenwert für 37.500 Meilen plus Gebühren.

Kann ich Meilen sammeln, ohne zu fliegen?

Ja – das ist sogar der schnellste Weg. PAYBACK-Punkte wandeln sich 1:1 in Miles-&-More-Meilen, Kreditkarten sammeln bei jedem Umsatz, RevPoints von Revolut werden zu Qatar Avios und über Airbnb-Buchungen gibt es Avios obendrauf.

Welches Meilenprogramm ist das beste für Anfänger?

In Deutschland: Miles & More. Es ist das einzige große Programm mit direkter 1:1-Anbindung an PAYBACK, und die Prämienflüge decken über die Star Alliance fast jedes Ziel ab.

Welche Kreditkarte ist die beste zum Meilen sammeln?

Für die meisten in Deutschland die PAYBACK American Express: dauerhaft 0 € Jahresgebühr, 1 Punkt je 3 € Umsatz, und die Punkte lassen sich 1:1 in Miles-&-More-Meilen umwandeln. Die höchste Sammelrate hat die Amex Business Gold mit 1 bis 1,5 Punkten je Euro – die bekommst du aber nur als Selbstständiger, und ab dem zweiten Jahr kostet sie 175 €. Wichtig bei beiden: Außerhalb der Eurozone fällt Fremdwährungsgebühr an, die den Meilenwert auffrisst. Dafür brauchst du eine zweite Karte.

Wie viel Euro sind 10.000 Meilen wert?

Zwischen etwa 30 € und 500 € – je nachdem, wofür du sie einlöst. Im Prämienshop liegst du bei rund 0,3 Cent pro Meile, also etwa 30 €. In der Business Class auf der Langstrecke sind 3 bis 5 Cent pro Meile realistisch, also 300 bis 500 €. Die Meile hat keinen festen Wert, sondern nur den, den du ihr beim Einlösen gibst. Mein Merksatz: Ticketpreis geteilt durch benötigte Meilen. Über 2 Cent ist gut, unter 1 Cent verbrennst du sie.

Kann ich bei Condor noch Miles-&-More-Meilen sammeln?

Nein. Die Partnerschaft zwischen Condor und Miles & More ist beendet, seit Condor nicht mehr zur Lufthansa-Gruppe gehört. Ein eigenes Vielfliegerprogramm hat Condor bis heute nicht. Meilen sammelst du dort nur noch über Partnerprogramme wie Atmos Rewards (Alaska Airlines) oder TrueBlue (jetBlue); die Partnerschaft mit Emirates Skywards läuft nur noch bis Ende April 2026. Für deutsche Sammler heißt das praktisch: Bei Condor sammelst du nichts, was dir später einen Prämienflug bringt.

Sammle ich bei ALDI Meilen?

Nein. Weder ALDI SÜD noch ALDI Nord sind PAYBACK-Partner, entsprechend entstehen dort keine Punkte und keine Meilen. Auch REWE fällt seit dem 28. Dezember 2024 weg – REWE hat mit „REWE Bonus" ein eigenes Programm gestartet, das in Euro rechnet und nichts mit Meilen zu tun hat. Die relevanten Supermarkt-Partner bei PAYBACK sind aktuell EDEKA, Netto Marken-Discount, Marktkauf und Globus, dazu dm und ARAL.

Wie lange dauert es, bis ich einen Business-Class-Flug zusammenhabe?

Bei mir waren es rund drei Jahre – ohne einen einzigen Flug, nur über Alltagseinkäufe und Kartenumsätze. Mit der Beispielrechnung weiter oben (rund 730 Punkte im Monat) kommst du auf etwa 8.800 bis 10.500 Meilen im Jahr. Für einen Business-Class-Prämienflug auf der Langstrecke brauchst du je nach Ziel und Verfügbarkeit ein Vielfaches davon. Wer höhere Kartenumsätze hat, die Coupons konsequent aktiviert und in beiden Welten parallel sammelt, ist deutlich schneller. Wichtig ist vor allem: dranbleiben und die Meilen nicht zwischendurch für Sachprämien verbrennen.

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