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Meine Reise

Vom Lagerarbeiter zu einem Leben, das ich selbst bestimme

Nachtschicht am Polsterband, Lagerlogistik, Datenmanagement, Anwaltskanzlei, Werbeagentur – dazwischen zwei Kündigungen und ein gescheiterter Versuch, Coach zu werden. Seit 2017 mache ich SEO, seit 2021 hauptberuflich. Hier stehen alle Stationen von 2008 bis heute, auch die, die nicht geklappt haben.

Zeitlich frei · seit 2021 Örtlich frei · seit 2023 Finanziell frei · daran sitze ich
Dominik Kienzle arbeitet mit dem Laptop im Freien
  1. 2008 – 2009

    Polsterer bei Magna Seating

    Direkt nach dem Abschluss der Wirtschaftsschule. Am Band habe ich die Rücksitze für den Audi Q5 gefertigt: Schichtbetrieb, auch nachts, jeden Tag derselbe Handgriff, kaum Geld. Das war mein Einstieg ins Arbeitsleben – und die Erfahrung, an die ich heute noch denke, wenn jemand sagt, man müsse einfach dankbar für einen sicheren Job sein.

  2. 2009 – 2012

    Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

    Dieselbe Firma in Neuburg an der Donau, andere Aufgabe: raus aus der Schicht, rein in eine Ausbildung. Weil meine Noten gut genug waren, durfte ich um sechs Monate verkürzen – zweieinhalb statt drei Jahre. Geld gab es kaum, dafür habe ich zum ersten Mal etwas gelernt, das mir Spaß gemacht hat.

  3. 2012 – 2014

    Change Manager bei Magna Seating

    Zum ersten Mal Büro statt Halle: Schreibtisch, Bildschirm, SAP. Von außen ein Aufstieg – nur hing an der Stelle eine Rufbereitschaft, auch nachts, falls in der Produktion etwas schiefging. Für mich war das der Horror. Erreichbar sein zu müssen, ohne zu arbeiten, ist keine Freizeit.

  4. 2014 – 2017

    Datenmanagement bei Bertrandt in Ingolstadt

    Bei Magna habe ich selbst gekündigt, weil ich mehr Geld wollte: rund 2.000 Euro netto, dafür 30 statt 10 Minuten Arbeitsweg und eine einseitige Arbeit. Im Rückblick ein schlechter Tausch. Als Ende 2017 der Diesel-Skandal durchschlug, traf es uns Dienstleister zuerst – unser Kunde war Audi. Das war das erste Mal, dass ich gemerkt habe, wie wenig ich über meine eigene Lage entscheide. Danach ging es aus der Kleinstadt nach München.

    Gekündigt
  5. 2017

    Zum ersten Mal SEO – und die ersten Aufträge

    Ich hatte damals einen Blog über Persönlichkeitsentwicklung und wollte, dass ihn jemand findet. So bin ich auf Suchmaschinenoptimierung gestoßen. Noch im selben Jahr habe ich angefangen, damit Geld zu verdienen – nebenberuflich, neben allem, was auf dieser Seite noch kommt. Aus heutiger Sicht der wichtigste Moment der ganzen Geschichte. Gemerkt habe ich das damals nicht.

    Der Skill, von dem ich heute lebe
  6. 2018

    Erster Versuch: Coach für Persönlichkeitsentwicklung

    Ich wollte mich selbstständig machen. Thema: Persönlichkeitsentwicklung. Ich hatte Motivation, Interesse und viel gelesen. Was ich nicht hatte: ein Angebot, für das jemand bezahlt. Genau daran ist es gescheitert.

    Gelernt: ohne Angebot kein Geschäft
  7. 2019 – 2020

    Teilzeit in einer Anwaltskanzlei in München

    Akten sortiert. Nichts Besonderes, aber genug Geld, um über die Runden zu kommen – und genug freie Zeit, um SEO weiter aufzubauen. Meine eigenen SEO-Kunden liefen die ganze Zeit nebenher.

    Nebenbei die ersten Kunden
  8. 2020

    Werbeagentur: SEO, aber für jemand anderen

    Zum ersten Mal hauptberuflich das, was ich wirklich machen wollte. Ich habe dort SEO gemacht – nur eben zu den Bedingungen der Agentur und für deren Kunden. Dann kam die zweite Kündigung meines Lebens, mitten in der Pandemie.

    Gekündigt
  9. April 2021

    Der Absprung in die Selbstständigkeit

    Zwischen Kündigung und Anmeldung lagen ein paar Monate Arbeitslosengeld. Der Unterschied zu 2014: Diesmal hatte ich einen Skill, für den es einen Markt gibt, und eigene Kunden. Im April 2021 habe ich mich hauptberuflich selbstständig gemacht – seitdem arbeite ich unter dominikkienzle.de als SEO-Freelancer für eigene Kunden.

    Zeitlich unabhängig
  10. 2022 – 2023

    Auswandern auf Probe: Brasilien

    Der Test, ob das wirklich funktioniert: arbeiten, leben, Kunden betreuen – von einem anderen Kontinent aus. Es hat funktioniert. Danach gab es keinen Grund mehr, in Deutschland gemeldet zu bleiben.

  11. 2023

    Abmeldung aus Deutschland

    Wohnsitz abgemeldet, Wohnung aufgelöst, alles in Deutschland aufgegeben. Kein Urlaub mit Laptop, sondern ein Leben, das nicht mehr an eine Adresse gebunden ist.

    Örtlich unabhängig
  12. 2023 – 2025

    Noch einmal Brasilien, dann Namibia, Bali, Sambia

    Zuerst zurück nach Brasilien, danach Namibia, Bali und Sambia. Verschiedene Länder, verschiedene Zeitzonen, immer dieselbe Arbeit. Was dabei am meisten überrascht hat: Freiheit liegt nicht im Ortswechsel, sondern darin, ihn überhaupt entscheiden zu können.

  13. seit 2025

    Dar es Salaam, Tansania

    Seit über einem Jahr an einem Ort. Kein ständiges Weiterziehen mehr – mein Alltag hat hier wieder Struktur, und genau die brauche ich für das, was als Nächstes kommt.

    Wo ich gerade bin
  14. heute

    Finanzielle Unabhängigkeit: 18,6 von 250 Monaten

    Zeitlich und örtlich unabhängig bin ich. Was fehlt, ist der dritte Teil: so viel Rücklage, dass ich nicht mehr auf das nächste Projekt angewiesen bin. Aktuell reicht mein Geld 18,6 Monate. Die nächste Stufe sind 50 Monate bis Dezember 2028, am Ende 250 Monate bis 2040. Ich dokumentiere das offen, Monat für Monat.

    Daran arbeite ich