Das Wichtigste in Kürze
- Mein erster Business-Class-Flug überhaupt: Ethiopian Airlines von Dar es Salaam nach Frankfurt – bezahlt mit 37.500 Meilen + 164,10 US-Dollar statt rund 4.000 Euro.
- Überraschung: Die Business Class war über Miles & More besser verfügbar als die Economy.
- Highlight: voll flacher Sitz, separate Kontrollen, Lounge, eigenes Gate und Bus zur Maschine – man wird wie ein VIP behandelt.
- Ehrlicher Kritikpunkt: Gangplatz nervt wegen ständigem Vorbeilaufen – nächstes Mal Fenster.
- Der Realitätscheck kam auf dem Economy-Rückflug: enge, unbequeme Sitze – erst da merkt man den Unterschied.
- Kaufen würde ich das nie – gegen Meilen aber jederzeit wieder.
Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben Business Class geflogen – und das Verrückte daran: Ich hätte diesen Flug nie im Leben gekauft. Für die Strecke Dar es Salaam nach Frankfurt zahlst du regulär rund 4.000 Euro. Ich habe stattdessen 37.500 Meilen und 164,10 US-Dollar an Steuern und Gebühren bezahlt. Wie genau das funktioniert, habe ich Schritt für Schritt in Mit PAYBACK-Punkten in der Business Class fliegen aufgeschrieben. Hier geht es um das, was danach kam: wie sich der Flug wirklich angefühlt hat. Ehrlich, mit echten Fotos – und ohne Hochglanz.
Überraschung Nr. 1: Business war leichter zu bekommen als Economy
Das hätte ich nicht erwartet. Als ich über Miles & More nach Prämienflügen gesucht habe, war ausgerechnet die Business Class besser verfügbar als die Economy. In Economy waren die Meilenplätze knapp, vorne war Platz. Die Buchung selbst war einfach – kein stundenlanges Suchen, kein Trick. Für mich war das der erste Hinweis, dass sich dieses Spiel wirklich lohnt.
Check-in & Lounge in Dar es Salaam
Schon am Flughafen in Dar es Salaam ging es entspannt los. Es war wenig los, und als Business-Gast läuft vieles separat: eigener Security-Check, eigene Passkontrolle, kein Anstehen. Dieses ruhige Ankommen nimmt dir den ganzen Reisestress, bevor er überhaupt entsteht.
In der Lounge habe ich in Ruhe gegessen und etwas getrunken. Die Atmosphäre war ausgesprochen entspannt – kein Gedränge, einfach hinsetzen, durchatmen, ankommen. Ich war ehrlich gesagt schon fast satt, bevor ich überhaupt im Flugzeug saß.

Die Business-Class-Lounge in Dar es Salaam – in Ruhe essen und trinken, bevor es überhaupt losgeht.
Der Sitz: zum ersten Mal flach liegen
Der Sitz war das Highlight. Ich konnte ihn komplett flach machen und mich richtig hinlegen – für mich als Business-Neuling ein völlig neues Gefühl. Bequem, viel Platz, alles sauber. Vergleiche habe ich keine, weil es mein allererster Business-Flug war – aber gebraucht habe ich sie auch nicht.
Eine ehrliche Lektion habe ich trotzdem mitgenommen: Ich saß am Gang, und das hat mich mit der Zeit genervt. Nicht wegen der Leute an sich – sondern weil der Boden jedes Mal spürbar gewackelt hat, wenn jemand vorbeigelaufen ist, vor allem die Crew. Beim nächsten Mal nehme ich das Fenster, da hast du einfach mehr Ruhe.
Essen & Trinken an Bord
An Bord gab es ein großes Menü. Da ich von der Lounge schon fast satt war, habe ich einfach ein normales Gericht bestellt. Ich trinke keinen Alkohol, also gab es für mich keinen Champagner – nur Orangensaft. Klingt unspektakulär, war für mich aber genau richtig. Wer gern genießt, bekommt hier deutlich mehr geboten, als ich abgerufen habe.

Mein „Champagner": frischer Orangensaft am Fenster.
Schlafen & der kurze Flug
Geschlafen habe ich rund zweieinhalb Stunden – nicht besonders tief, aber immerhin. Die Hauptetappe war mit gut sechseinhalb Stunden ohnehin nicht lang. Und allein die Möglichkeit, sich flach hinzulegen, macht auf so einer Strecke einen Riesenunterschied zu Economy.
Service: behandelt wie ein VIP
Das Personal war ausgesprochen freundlich – und die VIP-Behandlung begann schon beim Check-in in Dar es Salaam. Genau das macht den Unterschied: in Dar es Salaam die separate Sicherheits- und Passkontrolle, in Addis Abeba der Fast-Lane-Security-Check und sogar ein eigenes Gate für die Business Class. Zur Maschine ging es mit einem eigenen Bus, extra für Business-Gäste.
Den Umstieg in Addis Abeba habe ich in der Lounge verbracht – sie war allerdings so voll, dass ich am Ende nur einen Tee getrunken habe. Kein Drama, aber ehrlich gesagt nichts, wofür man extra Zeit einplanen muss.

Im Business-Class-Sitz – zum ersten Mal überhaupt.
Ehrlich: Was mich gestört hat
Ich will nicht so tun, als wäre alles perfekt gewesen. Der einzige echte Kritikpunkt: der Gangplatz mit dem ständigen Vorbeilaufen. Das war's aber auch schon. Und hier kommt das Wichtigste: Ich hatte vorher keine Erwartungen. Deshalb konnte ich auch nicht enttäuscht werden – es war einfach durchweg ein geiles Gefühl.
Der Realitätscheck: der Rückflug in Economy
Wie gut Business wirklich ist, habe ich erst auf dem Rückweg gemerkt. Von Deutschland zurück zu meiner Freundin nach Tansania bin ich wieder in der Economy geflogen – und das hat sich plötzlich richtig komisch angefühlt. Jetzt wusste ich erst, wie eng es da wirklich ist. Und ich bin mit 1,71 m nicht mal groß. Die Sitze waren unbequem, und ein langer Mitreisender hat mir die ganze Zeit seine Knie in den Rücken gedrückt. Genau dieser Kontrast hat mir gezeigt, was diese Meilen eigentlich wert sind.
Mein Fazit
Würde ich Business Class für 4.000 Euro kaufen? Niemals, dafür ist mir das Geld zu schade. Aber gegen Meilen? Jederzeit wieder. Mein Geld investiere ich lieber woanders – zum Beispiel in Bondora* – und baue mir damit lieber passives Einkommen auf. Der Aufwand, vorher am Boden clever Punkte zu sammeln, zahlt sich in genau so einem Erlebnis aus – entspannt, ausgeruht, und für einen Bruchteil des Preises.
Wenn du wissen willst, wie du dorthin kommst: Ich habe den kompletten Weg in Mit PAYBACK-Punkten in der Business Class fliegen aufgeschrieben. Die Basis dafür ist eine einzige, dauerhaft kostenlose Karte.
Dominik Kienzle
Dominik ist Freigeist und Macher. Als SEO-Freelancer verdient er sich seine Smoothies und lebt, wo andere Urlaub machen. Auf seinem Blog zeigt er, wie du neben dem Job als Freelancer startest und langfristig als digitaler Nomade von den schönsten Orten der Welt arbeitest. Lass dich von seiner Freiheit inspirieren.