Das Wichtigste in Kürze
- Dauerhaft kostenlos, keine Jahresgebühr. Du sammelst 1 PAYBACK-Punkt pro 3 € Kartenumsatz – überall, wo American Express akzeptiert wird.
- Der eigentliche Clou: Du kannst deine Punkte 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln (ab 200 Punkten) – und damit, richtig eingesetzt, in Business-Class-Flüge.
- Mein ehrlicher Use-Case: Ich nutze sie überall, wo in Euro abgerechnet wird. Außerhalb der Eurozone meide ich sie wegen der Fremdwährungsgebühren und greife zu anderen Karten.
- Größter Nachteil: Fremdwährungsgebühren außerhalb der Eurozone und die lückenhafte Akzeptanz – du brauchst immer eine zweite Karte als Backup.
- Lohnt sich für dich, wenn du ohnehin PAYBACK nutzt, regelmäßig reist und Punkte sammeln willst, ohne extra was zu zahlen. Lohnt sich nicht, wenn du maximalen Cashback überall willst.
Was ist die PAYBACK American Express überhaupt?
Kurz gesagt: eine kostenlose Kreditkarte, die das PAYBACK-Punktesammeln mit einer Amex verbindet. Warum diese Karte für mich der Einstieg ins ganze Thema ist, ordne ich in meinem Guide Meilen sammeln ein – dort vergleiche ich auch, welche Kreditkarte wie viele Meilen bringt.
Sie ist dauerhaft kostenlos – keine Jahresgebühr, kein Kleingedrucktes, das dich später überrascht. Für jeden Kartenumsatz bekommst du 1 PAYBACK-Punkt pro 3 Euro, zusätzlich zu den normalen Punkten, die du bei PAYBACK-Partnern ohnehin sammelst.
Das klingt erstmal nicht nach viel. Ist es für sich genommen auch nicht. Der Punkt (im wahrsten Sinne) liegt woanders – dazu gleich. Oft gibt es obendrauf einen Willkommensbonus an Extra-Punkten. Welcher gerade läuft, ändert sich ständig – schau einfach kurz, was aktuell aktiv ist, bevor du beantragst.
Die Konditionen im Überblick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Jahresgebühr | 0 € – dauerhaft kostenlos (Haupt- und erste Zusatzkarte) |
| Kartentyp | American Express mit monatlicher Abrechnung per Lastschrift |
| Punkte sammeln | 1 PAYBACK-Punkt je 3 € Kartenumsatz, zusätzlich zu Partnerpunkten |
| Punkte → Meilen | 1:1 in Miles & More umwandelbar, ab 200 Punkten, regelmäßig mit Transferbonus |
| Fremdwährungsgebühr | rund 2 % bei Umsätzen außerhalb des Euro |
| Bezahlen | kontaktlos, Apple Pay und Google Pay |
| Zusatzkarte | erste Zusatzkarte kostenlos |
| Willkommensbonus | meist Extra-Punkte zum Start (Aktion wechselt regelmäßig) |
Voraussetzungen: Volljährigkeit (ab 18), Wohnsitz und Bankkonto in Deutschland sowie eine Bonitätsprüfung – sie bestimmt dein Kartenlimit. Den Willkommensbonus gibt es nur, wenn du in den letzten 18 Monaten keine entsprechende deutsche American Express als Hauptkarte hattest.
Wie ich die Karte wirklich nutze
Hier kommt der ehrliche Teil, den dir die meisten verschweigen.
Ich nutze die PAYBACK Amex überall dort, wo in Euro abgerechnet wird. Konkret: wenn ich in Deutschland oder Europa einkaufe – und auch, wenn ich gerade im Ausland bin, aber Dinge buche, die in Euro abgerechnet werden (Flüge, Hotels, Airbnb). Der gemeinsame Nenner ist immer: Die Abrechnung läuft in Euro. Genau dann sammeln sich die Punkte spürbar an, die ich später in Meilen umwandle – ohne dass mir Gebühren den Vorteil wieder wegfressen.
Der wahre Grund, warum ich sie außerhalb der EU links liegen lasse, sind die Fremdwährungsgebühren. Sobald du nicht in Euro zahlst, schlägt American Express eine Gebühr (meist rund 2 %) auf jeden Umsatz drauf. Das frisst den Wert der Punkte direkt wieder auf. Dazu kommt: Amex wird längst nicht überall akzeptiert.
Für alles außerhalb der Eurozone nutze ich deshalb andere Karten. Welche ich konkret auf Reisen dabeihabe, liest du in meinem Vergleich Revolut vs. Wise. Die PAYBACK Amex ist für mich also kein Allrounder, sondern ein Spezialwerkzeug für Euro-Ausgaben. Und in dieser Rolle ist sie richtig gut.
Der eigentliche Clou: Punkte in Meilen umwandeln
Jetzt zu dem Grund, warum sich die Karte für mich überhaupt lohnt. Du kannst deine PAYBACK-Punkte 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln – schon ab 200 Punkten. Und regelmäßig gibt es Transferbonus-Aktionen, bei denen du obendrauf nochmal rund 20 % geschenkt bekommst.
Diese Meilen kannst du dann für Flüge einsetzen. Und wenn du sie clever für Premium-Flüge nutzt, holst du pro Meile den mit Abstand besten Gegenwert raus. Genau dieses Spiel – Punkte sammeln, in Meilen wandeln, schlau einlösen – habe ich ausführlich beschrieben in Mit PAYBACK-Punkten in der Business Class fliegen.
Und das ist keine graue Theorie: Ich habe auf genau diese Weise bereits über 240.000 Meilen gesammelt. Wenn dich Meilen nicht interessieren, kannst du die Punkte natürlich auch klassisch einlösen oder dir auszahlen lassen. Nur ist der Gegenwert dann deutlich niedriger.
Ein konkretes Rechenbeispiel
Sagen wir, du buchst im Jahr Hotels, Flüge und Airbnb für rund 6.000 € über die Karte. Bei 1 Punkt pro 3 € sind das 2.000 PAYBACK-Punkte – allein durch Ausgaben, die du sowieso hast. Diese 2.000 Punkte wandelst du 1:1 in Meilen um. Mit einem Transferbonus von rund 20 % werden daraus etwa 2.400 Meilen.
Ehrlich gesagt: Davon allein sitzt du noch nicht vorne im Flieger. Der Hebel entsteht in der Kombination – mit dem Willkommensbonus, mit normalem PAYBACK-Sammeln bei Partnern und mit Coupons. So kommen übers Jahr schnell mehrere Tausend Meilen zusammen. Zur Einordnung: Ein innereuropäischer Prämienflug startet je nach Strecke bei rund 15.000 Meilen, Langstrecke und Business Class liegen deutlich höher. Meilen sind also ein Marathon, kein Sprint – aber jeder Euro, den du ohnehin ausgibst, bringt dich näher ran.
Wo du extra Punkte sammelst
Die 1 Punkt pro 3 € sind nur die Grundausstattung. Den echten Schub bekommst du, wenn du clever kombinierst:
- Bei PAYBACK-Partnern zahlen. Du bekommst die normalen Partnerpunkte – plus die Kreditkartenpunkte obendrauf.
- eCoupons aktivieren. Vor dem Einkauf in der PAYBACK-App die Coupons freischalten. Damit gibt's oft das 5- bis 10-fache an Punkten. Der größte Hebel überhaupt.
- Über das PAYBACK-Portal shoppen und reisen. Online-Einkäufe und Reisebuchungen über PAYBACK gestartet bringen Extrapunkte.
- Stacking. Coupon aktivieren + beim Partner einkaufen + mit der Amex zahlen = drei Punktequellen auf einen Schlag.
Und wenn du viel in Unterkünften unterwegs bist: Auch bei Airbnb-Buchungen kannst du Meilen sammeln – mit dem richtigen Setup sogar dreifach.
Ein ehrlicher Hinweis: An Tankstellen gibt es für Kreditkartenzahlungen keine Extrapunkte – da zählen nur die normalen Partnerpunkte.

Mein echtes Punktekonto: oben der Willkommensbonus von 8.000 Extra-Punkten der PAYBACK Amex, darunter ganz normales Sammeln bei EDEKA, dm, ARAL & Co.
Die Vorteile und Nachteile ehrlich
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Dauerhaft kostenlos, keine Jahresgebühr | Fremdwährungsgebühren (~2 %) außerhalb des Euro |
| Punkte zusätzlich zu den normalen PAYBACK-Punkten | Amex wird nicht überall akzeptiert – zweite Karte nötig |
| Der Meilen-Hebel: 1:1-Umwandlung in Miles & More | Magere Sammelrate für sich allein (1 Punkt / 3 €) |
| Meist Willkommensbonus zum Start | Nur sinnvoll, wenn du PAYBACK ohnehin nutzt |
| Apple Pay, Google Pay, kontaktlos | Kein Allzweck-Cashback |
Für wen lohnt sich die Karte – und für wen nicht?
Lohnt sich, wenn du ohnehin PAYBACK-Punkte sammelst, regelmäßig reist und größere Euro-Ausgaben (Hotels, Flüge, Airbnb) hast, in die Welt der Meilen reinschnuppern willst und sowieso eine zweite Karte als Backup dabeihast.
Lohnt sich eher nicht, wenn du maximalen Cashback bei jedem Einkauf willst, hauptsächlich dort zahlst, wo Amex nicht akzeptiert wird, oder mit Meilen nichts anfangen kannst.
Meine komplette Kartenstrategie – welche Karte wofür – findest du in Die besten Kreditkarten für digitale Nomaden.
Mein Fazit
Die PAYBACK American Express ist keine Wunderkarte. Aber sie ist eine ehrliche, kostenlose Möglichkeit, beim Reisen nebenbei Meilen aufzubauen. Du musst nur wissen, wie du sie einsetzt: für Euro-Ausgaben, mit einer zweiten Karte im Rücken, und mit dem Plan, die Punkte später in Meilen zu wandeln. Genau so nutze ich sie – und genau so lohnt sie sich. Welche Rolle sie neben meinen anderen Karten spielt, zeigt mein Reisekreditkarten-Vergleich 2026.
Dominik Kienzle
Ich bin Dominik. Seit 2021 selbstständiger SEO-Freelancer, seit 2023 aus Deutschland abgemeldet. Hier zeige ich, wie du dich mit einem bezahlbaren Skill, eigenem Einkommen und Selbstverantwortung Schritt für Schritt aus Abhängigkeit löst – und dokumentiere offen, wie weit ich selbst bin.