9 to 5 Job Bullshit

Lesedauer: 6 Minuten

Disclaimer: Wenn du deinen 9 to 5 Job liebst, dann ist dieser Artikel mit großer Wahrscheinlichkeit nichts für dich. Das ist auch okay. Wenn du aber ähnlich wie ich, dieses System hinterfragst und anzweifelst, wirst du diesen Artikel lieben. Versprochen!

INHALT

Eins vorweg: Ich bin unendlich dankbar, nicht mehr angestellt zu sein. Ich war fast 10 Jahre angestellt, um zu merken, dass das nichts für mich ist. Heute betreue ich als SEO-Freelancer Kunden, schreibe diesen Blog und lebe als digitaler Nomade – aktuell in Dar es Salaam in Tansania.

Ich wusste schon früh, dass ich eines Tages mein eigenes Ding durchziehen muss, um glücklich zu werden. Von morgens bis abends mit einem Dutzend anderer im Büro zu sitzen und darauf zu warten, endlich heim zu dürfen, um auf der Couch vor Netflix zu landen? Nein, danke.

Als Selbstständiger teile ich mir meinen Tag heute so ein, wie ich will. Ich plane meine Arbeitstage zwar, aber ich entscheide selbst, ob und wann ich arbeite. Das ist pure Freiheit für mich.

In diesem Artikel erfährst du, warum ein 9 to 5 Job schwachsinnig ist und längst keinen Sinn mehr macht.

WAS IST EIN 9 TO 5 JOB ÜBERHAUPT?

Unter einem 9 to 5 Job versteht man den klassischen Arbeitstag: von 09:00 bis 17:00 Uhr den Hintern in der Arbeit absitzen. Meistens ist damit ein Bürojob gemeint.

Diese Einteilung entstand vor Jahrzehnten in den USA. Der Tag wurde in drei Teile geteilt: ein Drittel Arbeit, ein Drittel Freizeit, ein Drittel Schlaf. So wollte man für eine gute Work-Life-Balance sorgen.

Den Tag wiederholst du von Montag bis Freitag – im schlimmsten Fall 40 Jahre lang bis zur Rente. Sehr motivierend, oder?

Ist dir bewusst, dass du dadurch im Durchschnitt 80.000 bis 90.000 Stunden in deinem Job verbringst? Das sind rund 9 bis 11 Jahre. Krass, oder? Und die meisten hassen ihren Beruf sogar: Laut dem Gallup State of the Global Workplace fühlt sich nur eine kleine Minderheit der Beschäftigten bei der Arbeit wirklich engagiert – der Rest macht im Grunde Dienst nach Vorschrift. So eine Lebenszeitverschwendung.

WARUM EIN 9 TO 5 JOB KEINEN SINN ERGIBT

Ich habe den Sinn dahinter nie verstanden. Diese Arbeitszeiteinteilung ist für mich schlicht sinnlos. Warum, liest du jetzt.

Das waren übrigens auch die Gründe, warum ich mich selbstständig gemacht und als SEO-Freelancer durchgestartet bin.

NICHT ALLE MENSCHEN SIND GLEICH

Jeder Mensch ist individuell. Ergibt es da Sinn, alle in dasselbe System zu zwingen? Für mich nicht.

Ich bin Frühaufsteher und stehe auch am Wochenende nicht später als 07:00 Uhr auf. Am leistungsfähigsten bin ich am frühen Vormittag. Gegen 19:00 Uhr kommt oft noch eine zweite produktive Phase. Ein anderer macht erst gegen 10:00 Uhr die Augen auf und läuft nachmittags zur Höchstform auf – wenn mein Hoch längst vorbei ist.

Die 9-to-5-Welt steckt all diese unterschiedlichen Menschen in ein gleiches System und verlangt, dass alle auf Knopfdruck Leistung bringen – egal, wann sie eigentlich am besten arbeiten

ANWESENHEIT BEDEUTET NICHT GLEICH PRODUKTIVITÄT

Viele Unternehmen denken immer noch, dass Angestellte wirklich 8 Stunden arbeiten. Du weißt selbst, dass das nicht stimmt.

Eine Studie hat ergeben, dass ein Angestellter im Schnitt nur 2 Stunden und 23 Minuten produktiv arbeitet. Der Rest? Kaffee, Social Media, Raucherpausen, News lesen, Essen, Quatschen mit Kollegen und so weiter.

Ich kenne das noch von mir, als ich angestellt war. Hatte ich für eine Aufgabe den ganzen Tag Zeit, brauchte ich auch den ganzen Tag. Hatte ich nur 3 Stunden, schaffte ich es in 3 Stunden. Das nennt man das Parkinsonsche Gesetz.

Heute mache ich es so: Bin ich mit dem fertig, was ich mir für den Tag vorgenommen habe, mache ich Feierabend – egal ob ich 5, 6 oder 8 Stunden gebraucht habe. Außer ich bin gerade so in der Höchstform, dass ich noch mehr erledige. Das Gute: Ich kann es mir aussuchen.

DU HAST NACH DER ARBEIT KEINE ENERGIE MEHR

Selbst wenn du von 8 Stunden im Büro nur 3 wirklich arbeitest, bist du am Feierabend erschöpft – oft sogar mehr, als wenn du richtig produktiv warst.

Bei mir war das genauso. Ich hatte keine Motivation, die Arbeit machte mir keinen Spaß, also lenkte ich mich ab. Am Ende des Tages war ich erschöpfter und obendrauf wütend, weil ich wieder 8 Stunden verschwendet hatte. Darunter litt mein Privatleben: Ich raffte mich kaum zu etwas auf, nicht mal zum Sport. Ich lenkte mich so stark mit Videos ab, dass ich eine regelrechte YouTube-Sucht entwickelte

DIE ILLUSION VON SICHERHEIT

Das größte Argument für den 9-to-5-Job ist Sicherheit. Doch das ist eine Illusion. Ich habe bei mehreren Unternehmen gearbeitet und früh gelernt: Sobald du den Mund aufmachst und aneckst, bist du draußen. Gerade als freiheitsliebender Mensch wird das schnell zum Problem.

Du bist nicht unersetzbar. Es gibt zig Menschen, die deinen Job machen könnten. Und das Unternehmen kann pleitegehen. Dann war’s das mit der Sicherheit.

Heute bin ich selbstständig und sorge für mich selbst. Die Sicherheit gebe ich mir selbst. Ich bin nicht von einem Chef abhängig – zwar von Kunden, aber ich weiß, was ich tue, und vertraue meinen Fähigkeiten.

NUR EINE EINKOMMENSQUELLE

Dein Job ist deine einzige Einkommensquelle. Versiegt sie, hast du nichts mehr. Von heute auf morgen kann dein Einkommen weg sein.

Ich habe als Selbstständiger mehrere Quellen. Springt ein Kunde ab, habe ich genug andere. Sich nur auf ein Einkommen zu verlassen, ist ein hohes Risiko – deshalb ist ein Angestelltenjob für mich riskanter als die Selbstständigkeit.

DEIN EINKOMMEN IST LIMITIERT

Egal wie viel du leistest – dein Gehalt ist meist gedeckelt. Du steckst in der Geld-Lebenszeit-Falle.

Gerade in Zeiten hoher Inflation ist das heftig: Alles wird teurer, dein Gehalt bleibt gleich.

Mit einem eigenen Business kannst du dagegen unbegrenzt verdienen, wenn du es richtig anstellst. Viele Modelle lassen sich skalieren – digitale Produkte, Bücher, Kurse, Coaching. Du entscheidest selbst, wie viel du verdienen willst.

DU WIRST NUR BEZAHLT, WENN DU ARBEITEST

Du bekommst Geld nur, wenn du arbeitest. Dabei geht es auch anders: Es gibt Modelle, mit denen du verdienst, während du schläfst, krank bist oder Urlaub machst. Das nennt man passives Einkommen. Einmal erstellte Produkte lassen sich beliebig oft verkaufen. Deshalb empfehle ich auch jedem, als Selbstständiger zu investieren, damit das Geld für dich arbeitet.
Du erhältst nur einen Bruchteil deiner geleisteten Arbeit

DU ERHÄLTST NUR EIN BRUCHTEIL DEINER GELEISTETEN ARBEIT

Du stiftest dem Unternehmen einen großen Wert, bekommst aber nur einen Bruchteil davon. Aus Unternehmenssicht ergibt das Sinn – ich wollte aber den Wert erhalten, den ich schaffe. Deshalb habe ich mich selbstständig gemacht. Heißt: Mein geleisteter Wert = mein Geld.

9 TO 5 JOB VS. SELBSTSTÄNDIGKEIT – MEIN DIREKTER VERGLEICH

Damit du siehst, warum ich nie wieder zurück will, hier mein ehrlicher Vergleich aus beiden Welten:

Aspekt 9-to-5-Job Meine Selbstständigkeit
ArbeitszeitFix 9–17 Uhr, fremdbestimmtIch entscheide, wann ich arbeite
ArbeitsortBüro, AnwesenheitspflichtÜberall mit Laptop & Internet (gerade Dar es Salaam)
EinkommenGedeckeltNach oben offen
SicherheitIllusion – schnell kündbarMehrere Kunden = echte Stabilität
EinkommensquellenEineMehrere
BezahlungNur für AnwesenheitFür geschaffenen Wert
Urlaub~30 Tage, wenn alle fahrenWann ich will, in der Nebensaison

DAS LEBEN HAT MEHR ZU BIETEN ALS EIN 9-TO-5 JOB

Das Leben hat doch viel mehr zu bieten, als seine Zeit abzusitzen für ein paar Stunden Freizeit. Mal ehrlich: Reichen dir wirklich 30 Tage Urlaub im Jahr? Diese Zeit reicht nicht mal, um sich von der Arbeit zu erholen.

Ich habe mir das jahrelang schöngeredet: andere haben ja noch weniger Urlaub. Aber nein – das ist verdammt nochmal nicht okay. Du verbringst ein Drittel deines Lebens mit Arbeit, die dir keinen Spaß macht, um einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren, wenn alle anderen auch fahren?

Heute gehe ich, wann ich will, und so oft mein Geldbeutel es zulässt – am liebsten in der Nebensaison, wenn nicht alles überlaufen und teuer ist. Diesen Artikel überarbeite ich zum Beispiel gerade aus Tansania, während der Rest in Deutschland friert.

BAU DIR EIN BUSINESS NEBENBEI AUF

Aller Anfang ist schwer. Ich rate dir trotzdem davon ab, deinen Job sofort hinzuwerfen, ohne eine Alternative zu haben.

Bau dir neben deinem Hauptberuf ein Business auf – so lange, bis du damit genug verdienst, um deinen Job zu kündigen. Du kannst, so wie ich, als Freelancer starten.

So gehst du auf Nummer sicher – Schritt für Schritt:

  • Wähle einen Skill, mit dem du remote arbeiten kannst (bei mir war es SEO).
  • Hol dir nebenberuflich die ersten ein, zwei Kunden – ohne deinen Job zu kündigen.
  • Bau dir ein finanzielles Polster auf, das dich 3–6 Monate trägt.
  • Erst wenn dein Nebeneinkommen stabil ist, kündigst du.

Bevor du den Schritt gehst, schau dir ehrlich die Vor- und Nachteile als Freelancer an – damit du weißt, worauf du dich einlässt. Und sei dir bewusst: Ohne Chef brauchst du jede Menge Eigenantrieb. Was mir bei der Selbstmotivation als Selbstständiger wirklich hilft, habe ich dir hier aufgeschrieben.

So habe ich es gemacht: Mich hat Bloggen und SEO begeistert. Ich habe alles darüber gelernt, mir eine Website gebaut und bald den ersten Kunden betreut. Wie du selbst die ersten Aufträge an Land ziehst, zeige ich dir hier: Kunden finden als Freelancer.

Irgendwann wurden es immer mehr Kunden, bis ich davon leben und meinen Angestelltenjob an den Nagel hängen konnte. Ich erinnere mich noch genau – es war das geilste Gefühl.

Wenn du diesen Weg ernsthaft gehen willst, lies auch, wie du digitaler Nomade werden kannst.

FAZIT: 9 TO 5 JOB

Für mich ist ein 9-to-5-Job grauenvoll. Ich werde alles dafür tun, mein eigener Chef zu bleiben und mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wenn du ebenfalls ein Freigeist bist und dem 9-to-5 entkommen willst, bau dir ein Business neben deinem Job auf und mach dich Schritt für Schritt unabhängiger.

Für mich persönlich bedeutet Freiheit, das zu tun, was ich will, mit wem ich will und wann ich will. Mit einem Angestelltenjob ist das für mich leider nicht vereinbar.

Wie sieht es bei dir aus? Arbeitest du schon auf dein eigenes Business hin? Lass es mich in einem Kommentar wissen.

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