Mit dem Kontenmodell zu mehr Geld

Lesedauer: 9 Minuten

Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig. Und wie soll man da bitte noch sparen? Ich glaube, das kennst du auch. Damit wird aber nun ab heute Schluss sein.

In diesem Artikel verrate ich dir, wie du mit einem Kontenmodell dein Geld am Anfang des Monats sinnvoll aufteilst und dir somit ohne großen Aufwand ein finanzielles Polster aufbauen kannst. 

Lies weiter, ich zeig dir, wie es geht. 

INHALT

Lass uns heute mal über deine Finanzen reden.

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Wenn du keins hast, bist du nicht frei und somit abhängig. Wie fühlst du dich, wenn du ständig dem Geld hinterherrennen musst und Dinge nur wegen des Geldes machst? Ich habe es gehasst! Ich habe mich wie ein moderner Sklave gefühlt.

Damit du ein Leben in Selbstbestimmung und Freiheit führen kannst, musst du deine Finanzen in den Griff bekommen. Und dabei möchte ich dir heute mit diesem Artikel helfen.

In den nächsten Zeilen erfährst du, wie du mit einem Kontenmodell dein Geld automatisch so verteilst, dass du dir Geld zurücklegen und sparen kannst und es sogar ohne schlechtes Gewissen ausgeben kannst.

Hört sich cool an? Dann lies jetzt weiter.

WAS VERSTEHT MAN UNTER EINEM KONTENMODELL?

Um eine bessere Übersicht über seine Finanzen zu erhalten, verteilt man sein Geld bei einem Kontenmodell auf verschiedene Konten. Das bedeutet, dass du je nach Kontenmodell mehrere Konten hast, auf die du dein Geld aufteilst.

Jedes deiner verschiedenen Konten soll einen ganz bestimmten Zweck erfüllen. Dazu kann zählen:

  • Fixkosten
  • Rücklagen
  • Investments
  • Urlaub
  • Bildung
  • Kinder
  • Steuern (wichtig für Selbstständige)
  • Hobby

Rein theoretisch kannst du beliebig viele Konten aufbauen und dein Geld verteilen. Jedoch solltest du auf etwaige monatliche Gebühren bei den Banken achten. Mehr dazu weiter unten.

WARUM MACHT EIN KONTENMODELL SINN?

Die meisten Menschen haben nur ein einziges Konto. Dort kommt am Anfang des Monats das Gehalt rein. Von diesem Konto gehen aber auch alle Ausgaben ab.

 Dazu kann zählen:

  • Miete
  • Strom
  • Internet
  • Reparaturen
  • Essen
  • Restaurants
  • Shopping
  • Netflix
  • Investitionen
  • Auto
  • Versicherungen

Ist das bei dir ähnlich?

Das Problem mit nur einem Konto ist, dass du schnell den Überblick verlierst. Oft geben wir viel zu viel Geld aus, ohne darüber nachzudenken. So bleibt am Ende des Monats nichts mehr übrig, um zu sparen oder zu investieren.

Dem kannst du mit einem der verschiedenen Kontenmodelle entgegenwirken.

MACH DICH SELBST ZUM UNTERNEHMEN

Was denkst du?

Würde ein Unternehmen funktionieren, wenn alle Ausgaben über nur ein Konto laufen würden? Mit absoluter Sicherheit nicht. Für jede Abteilung gibt es ein bestimmtes Budget. So wird verhindert, dass zu viel Geld ausgegeben wird.

Zudem können die Geldflüsse genau nachverfolgt und richtig investiert werden.

Ich betrachte mich selbst auch als Unternehmen. Wenn es die Großen machen, sollten es die Kleinen erst recht tun.

WELCHE VORTEILE HAT EIN KONTENMODELL?

Die Aufteilung in mehrere Konten hat einige Vorteile:

Zum einen hast du einen besseren Überblick und weißt ganz genau, wie viel Geld wo hingeht. So siehst genau, wo du eventuell zu viel ausgibst und wo du noch sparen kannst.

Zum anderen sparst du automatisch. Das hilft dir, gleich zu Beginn des Monats Geld zurückzulegen, solange noch etwas da ist. Du kannst also mit gutem Gewissen dein Geld ausgeben, ohne dir Sorgen um den restlichen Monat machen zu müssen.

Leider haben Kontenmodell auch Nachteile.

DIE NACHTEILE VON KONTENMODELLEN

Eine Medaille hat immer zwei Seiten gibt. Wo es Vorteile gibt, gibt es auch oft Nachteile. Die Nachteile von einem Kontenmodell lassen sich aber an zwei Punkten abzählen.

  • du musst es einmalig einrichten
  • je nach Anzahl der Konten können Gebühren anfallen

Jedes System muss zuerst eingerichtet werden. Auch ein Kontenmodell. Aber diesen einmaligen Aufwand solltest du nicht scheuen, da es sich auf jeden Fall lohnen wird.

Solltest du mehrere Konten nutzen, wirst du nicht drumherum kommen, dass du Kontoführungsgebühren zahlen musst. Deshalb rate ich dir, die Anzahl deines Modells gut zu überlegen.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung.

Mit der N26 Bank beispielsweise kannst du verschiedene Spaces anlegen. Du kannst also dein Geld innerhalb der Bank aufteilen.

Jedoch rate ich nur bedingt dazu. Der Grund ist ganz einfach: Umso schneller und einfacher du auf dein Geld zugreifen kannst, desto schneller wirst du es auch ausgeben.

Wenn du dich nicht so gut kontrollieren kannst, empfehle ich dir, Konten bei mehreren Banken zu erstellen. Auch wenn du den ein oder anderen Euro an Gebühren zahlen musst, ist es das in den meisten Fällen wert.

WELCHES KONTENMODELL MACHT AM MEISTEN SINN?

Wie viele Konten du benötigst, hängt von deinen Vorlieben und deiner Situation ab. Ich persönlich empfehle dir mindestens ein 3 Konten Modell zu führen. Eins für deine Fixkosten, Rücklagen und Investments.

Wenn du, so wie ich, noch selbstständig bist, macht ein 4-Konten-Modell oder sogar ein 6-Konten-Modell-Sinn.

Ich habe ein Konto für:

BUSINESS KONTO

Das ist eigentlich total logisch. 

Hier erhalte ich Geld von meinen Kunden. Auch alle Ausgaben, die im Business anfallen, werden von diesem Konto abgezogen. Zweimal im Monat überweise ich mir dann mein Gehalt aus. Dieses fließt mit einem Dauerauftrag auf mein Fixkosten Konto. Von dort aus verteile ich das Geld. 

Diese Überweisungen sind die einzigen Handlungen, die ich tätigen muss. Alles anderen Konten laufen automatisch.

Mein Businesskonto habe ich bei N26.

FIXKOSTEN KONTO

Hier ist der Dreh- und Angelpunkt meiner Ausgaben. Von diesem Konto gehen meine monatlichen Fixkosten weg. Auch meine monatliche Sparrate für Aktienkäufe und meine Rücklagen gehen von diesem Konto ab.

Da ich Versicherungen habe, die nur einmal im Jahr abbuchen, werden auch diese monatlich automatisch auf mein privates Rücklagenkonto überwiesen. Ich teile den Betrag durch 12 Monate und spare diesen dann.

Wird die Versicherung dann fällig, überweise ich es wieder auf mein Fixkostenkonto zurück und begleiche die Zahlung.

So werde ich nie böse überrascht, wenn ein höherer Beitrag fällig wird. 

Das Fixkostenkonto läuft über meine örtliche Sparkasse.

Lebensmitteleinkäufe zahlen meine Freundin und ich zuerst mit der kostenlosen American Express PAYBACK Kreditkarte*. Wir sammeln nämlich fleißig Punkte, damit wir mit PAYBACK Punkten in der Business Class fliegen können. Die Kreditkarte begleiche ich dann ebenfalls mit meinem Ausgabenkonto von der Sparkasse.

INVESTMENTS

Ich spare jeden Monat einen gewissen Beitrag in ETF´s und sorge so etwas fürs Alter mit meinem Depot vor. Das läuft ganz automatisch. Ich muss hier nichts mehr tun. Sobald das Geld auf meinem Investment Konto angekommen ist, wird dieses automatisch in einen monatlichen Sparplan investiert. So kann es mir nie passieren, dass ich am Ende des Monats kein Geld mehr für Investments habe.

Wie hoch deine Sparquote ist, musst du dir selbst ausrechnen. Bei mir ist jeden Monat ein fixes Budget. Da ich als Selbstständiger investiere und meine Einnahmen schwanken, kann ich dir leider nicht sagen, wie viel Prozent es genau sind.

Dieses Konto habe ich bei der Comdirect*.

AMERICAN EXPRESS

COMDIRECT

PRIVATE RÜCKLAGEN

Es kann immer was passieren. Und meistens tut es das auch. Die Waschmaschine geht kaputt, oder das Auto braucht plötzlich neue Bremsen. Leider haben nur sehr wenige Menschen auch so viel Geld auf der hohen Kante, dass sie solche ungeplanten Ausgaben stemmen können. Oft hilft dann nur noch, sich Geld teuer auszuleihen.

Damit mir das nicht mehr passiert, habe ich ein Konto für private Rücklagen. Dort spare ich jeden Monat einen gewissen Beitrag ein. Das Geld fasse ich auch nicht an. Erst, wenn ein Notfall eintritt und ich es wirklich benötige.

Ich kann dir das sehr empfehlen. Das lässt dich ruhiger schlafen. Es gibt doch fast nichts Schlimmeres, als Geldsorgen, oder?

Dieses Konto habe ich bei der DKB. Aktuell bekommst du sogar 15 Euro, wenn du dort über diesen Link* ein Konto eröffnest. 

STEUERRÜCKLAGEN

Auch hierfür habe ich ein Extra-Konto. Zwar zahle ich einmal im Quartal meine Umsatz- und Einkommenssteuer, da aber doch zu jeder Zeit eine unerwartete Rechnung vom Finanzamt kommen kann, habe ich mir einen Puffer aufgebaut. So kann mich nichts mehr kalt erwischen.

Zudem dient das Konto als Sicherheit, falls ich mal nicht arbeiten kann, oder mir ein Kunde abspringt. Mit diesen Rücklagen kann ich die Einbußen abfedern. 

Dieses Konto habe ich bei der Renault Bank. Da gibt es im Moment übrigens 4 % Zinsen für Neukunden*! Ich selbst erhalte monatlich konstant 2,7%, was wieder meine Kosten für den Kaufs von ETFs deckt.

SPAßKONTO

Jetzt kommen wir zum Konto, worauf du sicherlich schon die ganze Zeit gewartet hast. Das Spaßkonto. Es dient nur dem Konsum. Ich habe ein monatliches Budget, dass ich ohne schlechtes Gewissen ausgeben darf. Ich zwinge mich sogar dazu. Denn mit diesem Geld darf ich mich belohnen. Ich kann mir Klamotten kaufen, ins Restaurant gehen oder mir einfach einen coolen Urlaub gönnen. 

Mit dem Geld darfst du machen, was du willst.

Und das Besondere daran ist, du musst kein schlechtes Gewissen haben, da du dich bereits um deine Fixkosten, Rücklagen und deine Altersvorsorge gekümmert hast. Ist das nicht genial?

Da ich als digitaler Nomade oft im Ausland unterwegs bin, benötige ich ein Konto, dass keine Gebühren für den Einsatz im Ausland verlangt. Deshalb nutze ich für mein Spaßkonto Wise und Revolut.

KREDITKARTE ALS SICHERHEIT

Und wenn ich eine Kreditkarte im In- oder Ausland benötige, benutze ich die kostenlose Gebührenfrei Kreditkarte von der Advanzia. Damit kann ich ohne Wechselkursgebühren zahlen. 

Hier findest du die genannten Karten:

So bin ich immer flexibel und kann auf mehrere Karten zurückgreifen, sollte eine verloren, gehackt oder gesperrt werden.  Sowas kann leider immer mal wieder passieren. Besser du hast mehrere Optionen und bist vorbereitet. 

DEINE ERSTEN SCHRITTE ZUM KONTENMODELL

Was sind nun die ersten Schritte, damit du dir ein sinnvolles Kontenmodell einrichten kannst? Im Folgenden werde ich dir die einzelnen Schritte aufführen.

VERSCHAFFE DIR EINEN ÜBERBLICK ÜBER DEINE FINANZEN

Bevor du nicht weißt, wie die Lage ist, kannst du keine vernünftigen Entscheidungen treffen. Deshalb ist der erste Schritt, dir einen Überblick über deine Finanzen zu verschaffen. 

Erstelle dir eine Excel-Liste und erstelle zwei Spalten. In die eine Spalte schreibst du all deine Einnahmen auf. In die andere all deine Ausgaben. Wenn du jährliche Abbuchungen hast, dann brich diese auf den Monat herunter. Schreibe wirklich alles auf. 

ENTSCHEIDE DICH FÜR EIN KONTENMODELL

Nun ist es an der Zeit, dich für ein Kontenmodell zu entscheiden. Ich empfehle dir mindestens 4 Konten zu haben. 

  • Fixkosten
  • Rücklagen
  • Investitionen
  • Ausgehen

Wenn du angestellt bist, dann lass dir dein Gehalt auf dein Fixkostenkonto überweisen. Von dort aus gehen all deine Ausgaben weg. Auch das Budget für die anderen Konten.

ERÖFFNE DEINE NEUEN BANKKONTEN

Nun eröffnest du dir deine Konten bei verschiedenen Banken. Da die Zinsen aktuell sehr hoch sind, empfehle ich dir für dein Rücklagenkonto ein Tagesgeldkonto, bei dem du Zinsen bekommst. Hier eignen sich beispielsweise Revolut, Wise und die Renault Bank direkt. Es gibt aber auch noch andere gute Banken. 

Hier hast du nochmal eine Übersicht über alle angesprochenen Konten, die ich auch nutze und hervorragende Erfahrung gemacht habe.

KONTOLINKS*
WISE (KOSTENLOS)ZUM KONTO
REVOLUT (KOSTENLOS)ZUM KONTO
N26 (KOSTENLOS)ZUM KONTO
DKB (KOSTENLOS)ZUM KONTO
COMDIRECT (KOSTENLOS)ZUM KONTO
KREDITKARTENLINKS*
GEBÜHRENFREI (KOSTENLOS)ZUM ANBIETER
AMEX PAYBACK (KOSTENLOS)ZUM ANBIETER

RICHTE DAUERAUFTRÄGE EIN

Nun beginnt die Magie.

Richte dir Daueraufträge auf deine verschiedenen Konten ein. Wichtig: Bezahle dich zu immer erst selbst. Das bedeutet, dass du die Daueraufträge immer zu Monatsanfang erstellen solltest. Sonst besteht die Gefahr, dass du über deine Verhältnisse lebst und gegen Ende des Monats kein Geld mehr hast, um dieses zu verteilen. 

Das Geld muss am Anfang jeden Monats automatisch auf die Konten verteilt werden. Nur so macht es Sinn. 

WIE VIEL GELD AUF DIE VERSCHIEDENEN KONTEN VERTEILEN?

Das liegt an dir. Je nachdem wie viel Geld du nach deinen Fixkosten noch übrig hast, kannst du die Höhe der Daueraufträge wählen. Angenommen dein monatliches Nettoeinkommen beträgt 2.500 Euro, dann kannst du es so verteilen:

65 % Fixkosten – 1625 €
15 % Rücklagen – 375 €
10 % Investitionen – 250 € 
10 % Ausgehen – 250 €

Wenn du irgendwann genug Rücklagen hast, kannst du den Betrag runterschrauben und beispielsweise mehr investieren. So mache ich es, wenn ich mir meinen Notgroschen gebildet habe. 

Solltest du dir Fixkosten einsparen können, kannst du dieses Geld wiederum auf andere Konten verteilen. 

Es ist anfangs vollkommen egal, wie hoch die Daueraufträge sind. Auch wenn es zu Beginn nur 50 Euro sind. Wichtig ist, dass du anfängst und dich daran gewöhnst

FAZIT ZUM KONTENMODELL

Meiner Meinung nach ist die Aufteilung deines Geldes auf verschiedenen Konten die beste Möglichkeit, um mit wenig Aufwand dein Geld zu sparen und wachsen zu lassen. Mit einem Kontensystem wirst du deine Finanzen in den Griff bekommen.

Ob es sich bei dir schlussendlich um ein 2 Konten Modell, 3 Konten Modell oder doch um ein 6 Konten Modell handelt, bleibt dir überlassen. Jedes dieser Kontenmodelle erfüllt den Zweck. Es muss zu deiner Situation passen und sollte nicht so kompliziert sein.

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2 Kommentare zu „Mit dem Kontenmodell zu mehr Geld“

  1. Bei der Advanzia Bank 🏦 wäre ich ganz vorsichtig❗️Außer Sie erhalten Irgendwelche Gelder für das Bewerben❓Besonders mit ihrem Auslandaufenthalt nicht zu sehr drauf verlassen. Da könnte ich ihnen die Verbrecher von der Tomorrow Möchtegern Bank 🏦 auch noch empfehlen❗️Das würde sich richtig lohnen, wenn Sie im Ausland sind und ohne Kohle, weil gesperrt❗️Ich habe komischerweise nur Bankverbindung ohne Gebühren❗️Die 50/30/20-Regel ist ihnen scheinbar unbekannt❓🙋🏻‍♂️

    1. Ich habe bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Und das sogar in Brasilien. Ich glaube du verwechselst was. Ich schreibe hier nicht von einem Konto oder sonst etwas. Ich weiß auch nicht, wie du auf Gebühren kommst? Es geht nur um die Kreditkarte. Und diese ist kostenlos. Und das weltweit.

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