Das Wichtigste in Kürze
- PAYBACK-Punkte sind 36 Monate ab Gutschrift gültig. Danach verfallen sie zum 30. September des Kalenderjahres, in dem die Frist abläuft.
- Am 30.09.2026 waren alle Punkte dran, die bis einschließlich 30.09.2023 gutgeschrieben wurden.
- Gefährdete Punkte zeigt PAYBACK mit einem Jahr Vorlauf in der App an. Verfallene bleiben noch bis zum 31. Dezember sichtbar.
- Mit der PAYBACK American Express oder der PAYBACK Visa verfallen die Punkte gar nicht – solange du aktiv am Programm teilnimmst.
- Mir verfällt deshalb seit Jahren kein einziger Punkt. Das ist der eigentliche Grund, warum ich die Karte habe.
Einmal im Jahr, Ende September, gehen bei PAYBACK reihenweise Punkte verloren. Nicht weil jemand etwas falsch gemacht hätte, sondern weil eine Frist abläuft, die kaum jemand im Kopf hat.
Die Regel: 36 Monate, dann der 30. September
PAYBACK formuliert es in den eigenen Hilfeseiten so: Punkte sind ab dem Zeitpunkt der Gutschrift 36 Monate gültig. Läuft diese Frist ab, verfallen sie nicht sofort – sondern gesammelt zum 30. September desselben Kalenderjahres.
Der Unterschied ist wichtig, weil er in beide Richtungen wirkt. Ein Punkt vom August 2023 hat seine 36 Monate im August 2026 voll und verfällt am 30.09.2026 – er bekommt also noch ein paar Wochen geschenkt. Ein Punkt vom November 2023 wäre im November 2026 dran, überlebt den September-Stichtag aber und bleibt dann bis zum 30.09.2027 gültig. Fast ein Jahr extra, nur weil er zwei Monate später gebucht wurde.
Jeder Punkt hat seine eigene Uhr. Es gibt kein Konto, das als Ganzes verfällt.
Welche Punkte wann verfallen
Übersetzt in Zeiträume sieht das so aus:
| Punkte gutgeschrieben | verfallen am |
|---|---|
| bis 30.09.2023 | 30.09.2026 |
| 01.10.2023 – 30.09.2024 | 30.09.2027 |
| 01.10.2024 – 30.09.2025 | 30.09.2028 |
| 01.10.2025 – 30.09.2026 | 30.09.2029 |
Die Tabelle lässt sich beliebig fortschreiben: Nimm den Gutschriftsmonat, zähle drei Jahre dazu, und der nächste 30. September danach ist der Stichtag.
Wo du siehst, was gefährdet ist
Du musst nicht selbst rechnen. PAYBACK weist bedrohte Punkte mit einem Jahr Vorlauf aus – in der App unter der Punkteübersicht und im eingeloggten Konto auf der Website. Dort steht dann konkret, wie viele Punkte zum kommenden 30. September verfallen.
Und nach dem Stichtag gibt es noch eine Kulanz beim Nachsehen: Verfallene Punkte bleiben bis zum 31. Dezember sichtbar. Wer im Oktober nachschaut, sieht also noch schwarz auf weiß, was weg ist. Zurückholen lässt sich davon nichts.
Die Ausnahme: mit der richtigen Karte verfällt nichts
Jetzt kommt der Teil, den die meisten nicht kennen, obwohl er das ganze Problem auflöst.
Wer eine PAYBACK American Express oder eine PAYBACK Visa besitzt, ist vom Punkteverfall ausgenommen – solange er aktiv am Programm teilnimmt. Die Punkte laufen dann einfach weiter, ohne Frist, ohne Stichtag im September.
Eine Einschränkung gibt es: Wer drei Jahre lang gar keine Punkte mehr sammelt, verliert sie trotzdem. Das trifft aber nur ruhende Konten. Wer alle paar Monate irgendwo seine Karte zückt, hat das Thema dauerhaft vom Tisch.
Die PAYBACK American Express kostet nichts. Was sie sonst kann und wo ihre Schwächen liegen, habe ich in meinem Test der PAYBACK American Express aufgeschrieben – inklusive der Punkte, die mich stören.
Was ich selbst mache
Ich sammle PAYBACK-Punkte nicht, um sie auszugeben. Ich sammle sie, um sie in Miles & More Meilen umzuwandeln – und das lohnt sich nur, wenn man auf den richtigen Moment warten kann.
Genau da wird der Verfall zum Problem. Zweimal im Jahr gibt es einen Transfer-Bonus, bei dem dieselben Punkte mehr Meilen bringen. Wer im September verfallende Punkte im Konto hat, kann nicht auf die nächste Aktion warten. Er muss handeln, wenn die Frist es verlangt, nicht wenn der Kurs gut ist.
Weil ich die PAYBACK American Express habe, fällt dieser Zwang bei mir weg. Ich kann Punkte zwei, drei Jahre liegen lassen und genau dann umwandeln, wenn ein Bonus läuft. Wie viel das ausmacht, zeigt der Flug, für den ich am Ende 37.500 Punkte in Business Class umgesetzt habe.
Drei Wege, Punkte kurz vor Schluss zu retten
Wenn der September näher rückt und im Konto stehen verfallende Punkte, gibt es drei Möglichkeiten. Sie sind unterschiedlich viel wert.
1. Aufs Konto auszahlen lassen
Der einfachste Weg, und der mit dem schlechtesten Kurs: 100 Punkte sind genau 1 Euro. Dafür geht es schnell und das Geld ist real. Wie die Auszahlung funktioniert, wie lange sie dauert und wann sie nicht klappt, steht in meinem Artikel zum PAYBACK Punkte auszahlen lassen.
2. In Meilen umwandeln
Rechnerisch der beste Kurs, wenn du die Meilen für Langstrecke in der Business Class einsetzt. Der Haken: Es lohnt sich richtig nur mit Transfer-Bonus, und der kommt nicht auf Zuruf. Unter Zeitdruck ist das kein guter Plan.
3. In Prämien oder Gutscheine tauschen
Funktioniert immer, aber du zahlst mit einem schlechteren Kurs für die Bequemlichkeit – und kaufst am Ende oft etwas, das du ohne die ablaufende Frist nie gekauft hättest.
| Weg | Wert je 100 Punkte | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Auszahlen | 1,00 € | unter Zeitdruck, ohne Reisepläne |
| In Meilen umwandeln | je nach Einlösung deutlich mehr | nur mit Bonus und Zeit |
| Prämien & Gutscheine | meist unter 1,00 € | wenn du das Produkt ohnehin brauchst |
Der Denkfehler beim Retten
Der häufigste Fehler ist nicht, Punkte verfallen zu lassen. Er ist, sie in Panik für irgendetwas auszugeben.
Ich habe genug Leute erlebt, die Ende September Prämien bestellen, die sie nicht brauchen, nur damit die Punkte „nicht umsonst waren". Rechne es einmal nüchtern durch: Wenn 2.000 Punkte verfallen, sind das 20 Euro. Eine Prämie für 4.000 Punkte zu bestellen, um 2.000 zu retten, kostet dich am Ende mehr als der Verfall.
Was dein Punktestand in beiden Welten wert ist, rechnet dir der Meilen-Rechner in zehn Sekunden aus. Und wenn du die Punkte nicht sinnvoll unterbringst, ist Auszahlen die ehrlichste Lösung. 20 Euro aufs Konto sind besser als ein Küchengerät, das im Schrank verstaubt.
Fazit
Der Punkteverfall bei PAYBACK ist kein Zufall und kein Kleingedrucktes-Trick: 36 Monate, dann der 30. September. Die App sagt dir ein Jahr vorher, was ansteht.
Wer regelmäßig einlöst, wird das Thema nie spüren. Wer wie ich sammelt, um auf gute Einlösekurse zu warten, sollte es dagegen ernst nehmen – denn der Verfall zwingt dich, zum falschen Zeitpunkt zu handeln. Mit der PAYBACK American Express fällt dieser Zwang weg, und das ist für mich der einzige Grund, warum ich sie überhaupt im Portemonnaie habe.
Werde zum Freiheitsrebell
In meinen Freiheitsbriefen zeige ich dir jede Woche, wie du ortsunabhängig arbeitest, smarter mit Geld umgehst und dein Leben selbst in die Hand nimmst.
Freiheitsbriefe abonnierenDominik Kienzle
Ich bin Dominik. Seit 2021 selbstständiger SEO-Freelancer, seit 2023 aus Deutschland abgemeldet. Hier zeige ich, wie du dich mit einem bezahlbaren Skill, eigenem Einkommen und Selbstverantwortung Schritt für Schritt aus Abhängigkeit löst – und dokumentiere offen, wie weit ich selbst bin.