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Selbstbestimmt leben

Plane deinen Tag

Wenn du versagst zu planen, planst du zu versagen. Diesen Spruch habe ich vor einigen Jahren das erste Mal gehört. Seitdem gehört die Planung meines Tages zu meinen täglichen Aufgaben.

Dominik KienzleVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
KI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn du versagst zu planen, planst du zu versagen – gerade als Selbstständiger solltest du deinen Tag im Voraus planen
  • Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich nie geplant und mit den Aufgaben begonnen, die mir am meisten Spaß gemacht haben – dadurch bin ich in Zeitdruck geraten und habe wichtige Deadlines verpasst
  • Seit ich meine Arbeitstage genau einplane, bin ich produktiver, glücklicher und weniger gestresst, weil ich weiß, wann ich was zu tun habe
  • Ich plane meine Tage im Google Kalender und immer schon am Abend zuvor, damit ich morgens sofort an den wichtigsten Aufgaben arbeite
  • Ich plane nicht nur einzelne Tage, sondern auch Wochen (jeden Sonntag) und Monate mit klaren Zielen, die ich auf Wochen und Tage herunterbreche
  • Ein Plan hilft, nicht aus der Balance zu geraten: In den Arbeitszeiten wird gearbeitet, in der Freizeit wird ohne schlechtes Gewissen entspannt
Dominik Kienzle
Dominik Kienzle
SEO-Freelancer & digitaler Nomade · lebt und arbeitet ortsunabhängig · dokumentiert seinen Weg ehrlich

Wenn du versagst zu planen, planst du zu versagen. Diesen Spruch habe ich vor einigen Jahren das erste Mal gehört. Seitdem gehört die Planung meines Tages zu meinen täglichen Aufgaben.

In diesem Artikel lernst du, warum du gerade als Selbstständiger deinen Tag im Voraus planen solltest.

Eins habe ich in der Schule gelernt: Ein Stundenplan hilft, produktiv zu sein und die Zeit sinnvoll zu nutzen. Ohne einen Plan bist du wie eine Fahne im Wind.

Doch warum ist das so wichtig? Ich möchte es dir erklären.

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich meinen Tag nie geplant. Ich habe einfach begonnen. Ich startete mit den Aufgaben, die mir am meisten Spaß gemacht haben, anstatt die anzugehen, die mir am meisten etwas gebracht haben. Das war bereits der erste Fehler.

Schon sehr schnell sind Kundenprojekte nach hinten gerutscht, da ich mich um unwichtigeren Sachen wie das Schreiben neuer Texte für meine Website oder Zeitmanagement-Tools gekümmert habe.

Ich bin relativ schnell in Zeitdruck gekommen, da ich wichtige Deadlines verpasst habe. Kunden fanden das nicht so toll.

Tagesplan für mehr Produktivität

Seit längerer Zeit plane ich meine Arbeitstage jedoch genau ein. Seitdem bin ich produktiver, glücklicher und weniger gestresst. Der Grund ist ganz einfach: Du weißt, wann du was zu tun hast.

Ähnlich wie in der Schule hast du feste Zeiten, zu denen du gewisse Arbeiten erledigst. Ich ging sogar noch weiter und habe sogar meine Freizeit geplant.

Jetzt wirst du dir sicherlich denken, dass so ein Plan doch sehr einschränkt und man nicht mehr flexibel ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich habe klare Zeiten, wann ich was mache. So habe ich kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich um 15:00 Uhr ein Buch lese oder mich vor die Xbox setze.

Da ein Freelancer viele Vorteile hat, kann es auch passieren, dass ich mal vom Plan abweiche und bei schönem Wetter zum Beispiel mal entspanne. Ich kann mir den Tag schließlich so einteilen, wie ich es möchte. Dennoch schaue ich, dass ich den oben gezeigten Plan auch einhalte.

Nun habe ich einen Plan, wann ich was zu tun habe. Im nächsten Schritt plane ich meine einzelnen Tage im Detail.

Plane jeden Tag

Nur allein so einen Stundenplan zu haben, wird dir leider nicht viel bringen. Du musst deine Tage planen.

Ich mach dies ganz einfach mit dem Google Kalender. Dort trage ich mir dann für den nächsten Tag all meine Termine ein. So weiß ich nicht nur, dass ich in gewissen Zeiten arbeiten muss, sondern auch genau, an welchen ToDos.

Damit du den Überblick behältst, plane ich auf drei Ebenen – vom großen Ganzen bis zum einzelnen Tag:

Planungsebene Wann ich plane Wofür sie gut ist
Monatsplan Zu Beginn jedes Monats Neue Ziele setzen, inklusive Umsatzziel, und auf Wochen und Tage herunterbrechen
Wochenplan Jeden Sonntag für die nächste Woche Den gesamten Kontext erkennen und sehen, an welchen Zielen du arbeitest
Tagesplan Am Abend zuvor Genau wissen, was zu tun ist, und sofort an den wichtigsten Aufgaben arbeiten

Plane deinen Tag im Abend zuvor

Ich plane den nächsten Tag schon immer abends im Voraus. Das hat nämlich einen Grund.

Wie oben bereits geschrieben, habe ich damals ohne Plan gearbeitet und die Dinge erledigt, auf die ich gerade Lust hatte. Wenn du deinen Tag nicht am Abend zuvor planst, sondern es in der Früh machst, wirst du das gleiche Problem haben. Du bist vielleicht mit dem falschen Fuß aufgestanden, hast morgens gleich deine Mails gecheckt und eine schlechte Nachricht erhalten oder bist einfach nicht motiviert.

Du wirst dich mit Sicherheit nicht hinsetzen und an den wichtigsten Aufgaben arbeiten, stimmt's?

Wenn du deinen Tag aber bereits zuvor geplant hast, weißt du genau, was zu tun ist. Komme, was wolle! Du ziehst es durch.

Plane deine Woche

Ich empfehle dir, eine ganze Woche im Voraus zu planen. Dies ist wichtig, da du so den gesamten Kontext erkennen kannst. Wenn du nur Tag für Tag planst, siehst du das Große und Ganze nicht, worauf du hinarbeiten möchtest. So kann es passieren, dass du schnell die Motivation verlierst.

Jeden Sonntag erstelle ich mir einen Plan für nächste Woche. Dieser kann jedoch immer wieder mal variieren. Wenn ich zum Beispiel für Mittwochvormittag das Erstellen von Texten als ToDo notiert habe, ein anderer Kunde aber einen Notfall hat, arbeite ich diesen natürlich als Erstes ab.

Ein Wochenplan hilft dir zu sehen, was wichtig ist und an welchen Zielen du arbeitest. Die einzelnen Tage sind nicht in Stein gemeißelt und können auch variieren.

Erstelle Monatspläne

Bei Monatsplänen wird es schon schwieriger. Die wenigsten Menschen können auch nur einen einzelnen Tag planen. Wie soll das dann für einen Monat möglich sein?

Auch hier gilt das Gleiche wie bei den Wochenplänen. Es geht darum, dass du weißt, was zu tun ist. Ich setze mir jeden Monat neue Ziele, die ich erreichen möchte. Darunter zählt auch das Umsatzziel. Anschließend breche ich das auf die Wochen, dann auf einzelne Tage runter. So weiß ich immer, was zu tun ist.

Warum Pläne so wichtig sind

Ich war anfangs auch erst total abgeschreckt. Vor allem dauert es einige Zeit, bis der Monat und die Wochen geplant sind. Warum nicht gleich mit dem Abarbeiten der Aufgaben beginnen?

Ich habe gemerkt, dass ich mehr Zeit habe und um einiges produktiver bin, wenn ich mir die Zeit genommen habe, meine Monate, Wochen und Tage zu planen. Und es geht nicht nur um die Produktivität.

Ich kann meine Feierabende oder Wochenendtage viel besser genießen, da ich mir ja extra Zeit dafür eingeplant habe. Früher hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, da ich als Selbstständiger eigentlich zu jeder Zeit hätte arbeiten können. Und wenn ich dann mal entspannt habe, plagte mich das schlechte Gewissen.

Damit ist nun Schluss. In den Arbeitszeiten wird gearbeitet. Und in der Freizeit wird entspannt. Klar, es kommt auch mal vor, dass ich am Wochenende arbeite. Das tu ich aber, weil ich Lust darauf habe und es mir Freude bereitet. Auch wenn es mir mal schlecht geht, zwinge ich mich nicht zum Arbeiten. Ich hab mich ja schließlich auch selbstständig gemacht, damit ich meine Zeit frei enteilen kann.

Mein Plan hilft mir aber, nicht aus der Balance zu geraten und mich zu fokussieren. Schließlich habe ich keinen Chef, der mir über die Schulter guckt und mir sagt, wann ich was zu erledigen habe. Wenn ich ehrlich bin, bin ich auch sehr froh darüber. Der Nachteil ist, dass ich selbst für meine Freizeit und Arbeitszeit sorgen muss.

Erstelle dir noch heute einen Plan

Jetzt hast du einiges gelesen und hoffentlich auch viel gelernt. Ein Tagesplan macht vor allem dann Sinn, wenn du keinem 9 to 5 Job nachgehst. Nun geht es um die Umsetzung. Ich empfehle dir, mit einem groben Tagesplan zu starten. Erstelle am besten auch so eine Excel-Liste wie ich. Dort trägst du dann von Montag bis Sonntag ein, wann du was machst.

Keine Sorge, wenn das nicht so schnell funktioniert. Ich habe meinen Plan schon so oft angepasst. Es muss eben auch zu deinem Leben passen und sich für dich gut anfühlen.

Du wirst schnell merken, wie du dich freier, glücklicher und zufriedener fühlst.

Wie sieht es bei dir aus? Arbeitest du bereits mit solchen Plänen oder entscheidest du spontan, woran du heute arbeitest? Lass es mich in einem Kommentar wissen.

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Dominik Kienzle

Dominik Kienzle

Gründer von Freiheitsrebell · SEO-Freelancer & digitaler Nomade

Dominik ist Freigeist und Macher. Als SEO-Freelancer verdient er sich seine Smoothies und lebt, wo andere Urlaub machen. Auf seinem Blog zeigt er, wie du neben dem Job als Freelancer startest und langfristig als digitaler Nomade von den schönsten Orten der Welt arbeitest. Lass dich von seiner Freiheit inspirieren.