Visiting Permit Visa Sambia Erfahrung

Lesedauer: 4 Minuten

Sambia ist kein klassisches Touristenland. Und genau deshalb zieht es mich immer wieder dorthin zurück.

Die Menschen sind freundlich, das Leben ist entschleunigt, das Wetter stabil – und das Gefühl von Freiheit ist spürbar. Aber wer länger als 90 Tage bleiben will, steht vor einer Hürde: Das Touristenvisum läuft aus. Und was dann?

INHALT

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich es geschafft habe, insgesamt 9 Monate am Stück legal in Sambia zu bleiben. Ohne Tricks, ohne Visa-Runs, ohne Ausreise. Sondern mit einem Visiting Permit, das ich ganz offiziell beim Immigration Office beantragt habe.

WARUM ÜBERHAUPT LÄNGER IN SAMBIA BLEIBEN?

Vielleicht fragst du dich: Warum sollte man überhaupt länger als drei Monate in Sambia bleiben wollen?

Für mich war’s einfach: Ich habe mich in die Stimmung des Landes verliebt. Keine Hektik, kein Leistungsdruck, keine „Was machst du beruflich?“-Smalltalks. Dafür echte Begegnungen, Abenteuer im Alltag und ein ganz neuer Blick auf das Leben.

Und wenn du wie ich ortsunabhängig als digitaler Nomade  arbeitest, brauchst du nur eins: eine stabile Internetverbindung und eine legale Aufenthaltsgenehmigung.

Keine Lust zu lesen? Schau dir hier mein Video an.

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ERSTE OPTION: DAS KLASSISCHE TOURISTENVISUM

Wenn du einen deutschen Reisepass hast, ist die Einreise nach Sambia so unkompliziert wie selten irgendwo auf der Welt.

Ich habe bei der Einreise:

  • kein Formular ausgefüllt
  • keine Unterkunft nachweisen müssen
  • kein Geld bezahlt

Ich bin einfach zum Schalter gegangen, habe meinen Pass gezeigt – und fertig. Kein Interview, keine Fragen, keine Bürokratie. Nur ein freundliches Lächeln und ein Einreisestempel für erstmal 30 Tage. Dir stehen zwar 90 Tage zu. Diese bekommst du aber nicht auf einmal gewährt, sondern musst dann zum Immigration Center und weitere 30 Tage beantragen. 

Möchtest du ingesamt 90 Tage bleiben, musst du noch ein zweites Mal dort hin.

Mehr dazu erfährst du in meinem Video.

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Aber: Nach den 90 Tagen endet das Touristenvisum – und wenn du dann länger bleiben willst, brauchst du ein Visiting Permit. Wie das funktioniert, erkläre ich dir im Rest des Artikels.

DIE LÖSUNG: VISITING PERMIT VISA

Wenn du länger bleiben willst, ist das Visiting Permit deine einzige offizielle Möglichkeit, die Aufenthaltsdauer zu verlängern – ohne das Land zu verlassen.

Es ist eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung für weitere 90 Tage – die du sogar ein zweites Mal verlängern kannst.

Mit dieser Karte kannst du legal im Land bleiben, ohne Stress bei Kontrollen oder Ausreise. Mit dieser Karte kannst du so ein und ausreisen ohne ein neues Visum beantragen zu müssen. 

WAS BRAUCHST DU FÜR DAS VISITING PERMIT VISA?

Die Anforderungen sind klar – aber nicht ganz ohne.
Denn Sambia will wissen: Wer bist du? Warum willst du bleiben? Und wer bürgt für dich?

Diese Unterlagen brauchst du:

  • Gültiger Reisepass
  • Motivationsschreiben von dir: Warum willst du länger bleiben?
  • Brief von einem Host (also einem Staatsbürger in Sambia): Diese Person erklärt, warum sie dich „hostet“ und bürgt für deinen Aufenthalt.
  • Banknachweis von dir: Um zu zeigen, dass du dich selbst finanzieren kannst.
  • Banknachweis vom Host + Arbeitsbescheinigung: Um zu zeigen, dass der Host zahlungsfähig ist.
  • Rückflugticket oder Weiterreisebestätigung

Ja, das klingt nach viel. Und ehrlich: Ist es auch.

Aber wenn du es einmal durchgezogen hast, weißt du, wie der Hase läuft.

SCHRITT-FÜR-SCHRITT: So läuft der Antrag ab

  • 1. Online registrieren: Du meldest dich auf der offiziellen Seite des Immigration Department an. Nach der Registrierung kannst du alle Unterlagen hochladen. Wenn etwas fehlt, bekommst du eine E-Mail mit der Aufforderung zur Korrektur.

  • 2. Antrag bezahlen: Direkt nach dem Antrag zahlst du die Gebühr für die Bearbeitung:
    6.700 Kwacha – etwa 240 € (Wechselkurs beachten). Wichtig: Ohne Zahlungsbeleg kein Bearbeitungsprozess.

  • 3. Einladung zum Interview: Wenn alles korrekt eingereicht wurde, bekommst du einen Termin für ein persönliches Interview – zusammen mit deinem Host. Bei mir hat das 3 Wochen gedauert, bis eine Einladung kam. 

  • Im Gespräch wirst du gefragt warum du bleiben möchtest, wo du wohnst, wie du dein Einkommen generierst und so weiter. Das Ganze ist formlos, aber offiziell. Du wirst dort auch persönlich angeschaut – Körpersprache, Auftreten, Kleidung.
    Kleiner Tipp: Komm ordentlich gekleidet, sei freundlich, aber klar in deiner Kommunikation.

  • 4. Warten auf die Entscheidung. Nach dem Interview vergeht meistens noch eine Woche bis du die Entscheidung mitgeteilt bekommst. Die Entscheidung wird dir per Mail mitgeteilt. Aber: Solange du einen Zahlungsnachweis hast und dein Antrag „in Bearbeitung“ ist, darfst du legal im Land bleiben. Verlasse es aber auch nicht, sonst ist alles hinfällig! 

  • 5. Die Aufenthaltskarte abholen: Wenn du die Genehmigung bekommst, kannst du deine Visiting Permit Card direkt beim Immigration Office abholen. Sie ist 90 Tage gültig – und sieht fast aus wie ein Personalausweis.

VERLÄNGERUNG: NOCHMAL 90 TAGE

Wenn du danach immer noch nicht genug hast, kannst du eine zweite Verlängerung beantragen – ebenfalls für 90 Tage.

  • Kostenpunkt: 10.100 Kwacha = ca. 360 €
  • Nachteil: Wieder alle Unterlagen neu einreichen (ggf. mit angepasstem Brief)
  • Vorteil: Kein Interview mehr

Auch hier bekommst du nach 2–3 Wochen (je nachdem wie schnell sie arbeiten) eine neue Karte und kannst dann weiter 90 Tage bleiben. Insgesamt kannst du 270 Tage (9 Monate) legal im Land bleiben.

FAZIT: MEHR ALS NUR EIN VISUM IN TANSANIA

Der Prozess für das Visiting Permit ist kein Spaziergang. Du brauchst Geduld, Struktur, gute Vorbereitung und einen verlässlichen Host. Aber der Aufwand lohnt sich.

Denn mit diesem Aufenthalt bekommst du mehr als nur Zeit.

Du bekommst Zugang zu einem Leben außerhalb der westlichen Filterblase. Du kannst ein Land wirklich erleben, Menschen kennenlernen, Routinen aufbauen – statt nur durchzureisen.

Für mich war Sambia ein Gamechanger.

Und vielleicht wird es das für dich auch.

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